Brugg

Brugger Werkdienstleiter: «Ich habe den Plausch, wenn alles funktioniert»

Werkdienstleiter Roger Brogli ist im Element. Ihm liegt der einwandfreie Festbetrieb am Stadtfest «Best of Brugg» sehr am Herzen. Der routinierte Organisator hat sich für die nächsten drei Wochen zu Hause abgemeldet.

Kein Brugger Fest ohne Roger Brogli. Der Leiter des Werkdiensts Brugg hat schon in unzähligen Fest-OKs mitgewirkt. Auch beim «Städtlifest für alli» im Jahr 1995 liefen bei ihm jeweils alle Fäden zusammen. Das ist dieses Mal nicht anders. Ein Gang durch die Altstadt zeigt, dass Brogli ein gefragter Mann ist.

Beim Vorbeigehen gibt Brogli einem Angestellten vor dem Storchenturm kurz Anweisungen. Einige Schritte weiter kommt ihm eine Gruppe Zivilschützer entgegen. Ihnen ist das Material ausgegangen. Brogli überlegt kurz und übergibt ihnen sofort eine neue Aufgabe. Immer im Auto dabei ist sein mobiles Büro – ein schwarzer Plastikkoffer mit fein säuberlich beschrifteten Hängeregistern für die Aufbauarbeiten.

Brogli hat mit seinem Team bereits im Januar mit den Stadtfest-Vorbereitungen angefangen. So entstanden Betonelemente für die Kabelüberführungen und rund 25 neue Wasserverteilstationen. «Das gab sehr viel zu tun und war für uns eine gute Winterarbeit», sagt Brogli. «Das System Werkhof Brugg hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt.»

Der Aufbau wird noch viele Herausforderungen mit sich bringen. «Die optimale Einrichtung der Abwasserleitungen macht mir Sorgen. Das frisst mich fast auf», sagt Brogli. «Wir müssen aufpassen, dass die Besucher nicht stolpern.» Bis alles steht, wird Brogli praktisch nur noch fürs Stadtfest im Einsatz stehen. Im Büro wird zur Zeit nur noch das Nötigste erledigt.

«Wenn alles rund läuft, sollte ich am Fest selber nichts mehr zu tun haben.» Zwei Mitglieder des OKs werden während dem Festbetrieb immer im Einsatz sein und Patrouille machen. Brogli hat sich für die erste Schicht am Donnerstag eingetragen, damit er gleich handeln kann, falls noch bauliche Probleme auftauchen sollten.

Wird er das Stadtfest auch selber geniessen können? «Ich bin nie entspannt an einem Fest, wenn ich selber im OK mitmache», so der Werkdienstleiter. Dennoch lässt er sich die Festfreude nicht nehmen: «Ich habe den Plausch, wenn alles funktioniert und es den Leuten gefällt. Ich freue mich, wenn ich mich mal eine Stunde hinsetzen und ein feines Rindsfilet essen kann.» Auch das Konzert der Heissi Schissi möchte er nicht verpassen: «Ich habe so viel Positives gehört, kenne diese regionale Band aber noch nicht.»

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