Neuer Bözberg-Eisenbahntunnel

Brugger Tourismusverein muss Festidee für November begraben

Ob der Rote Pfeil an einem feierlichen Eröffnungstag durch den neuen Bözbergtunnel fahren darf, hatten die SBB zu entscheiden.

Roter Pfeil

Ob der Rote Pfeil an einem feierlichen Eröffnungstag durch den neuen Bözbergtunnel fahren darf, hatten die SBB zu entscheiden.

Am Sonntag, 15. November, wollte der Tourismusverein Region Brugg (TRB) zur Eröffnung des neuen Bözberg-Eisenbahntunnels ein Fest lancieren. Die Idee war, den Roten Pfeil der Oensingen-Balsthal-Bahn für Spezialfahrten zwischen Brugg und Frick verkehren zulassen. Jetzt wurde das Gesuch beantwortet.

Es hätte einen speziellen Eröffnungstag werden sollen zur Inbetriebnahme des neuen Bözberg-Eisenbahntunnels am Sonntag, 15. November. Doch daraus wird nun nichts. Für einmal liegt es nicht am Coronavirus, sondern am Nein des Bundesamts für Verkehr sowie der SBB.

Rückblick: Im November letzten Jahres lancierte der Tourismusverein Region Brugg (TRB) seine Festidee. Der Verein hatte vor, am Eröffnungstag zwischen Brugg und Frick Zugfahrten mit dem Roten Pfeil der OeBB (Oensingen-Balsthal-Bahn) anzubieten – jeweils mit einem Halt in Schinznach-Bözenegg vor dem neuen Tunnelportal. Vorstandsmitglied Hans-Rudolf Sommer, beim TRB zuständig für Veranstaltungen, beantragte deshalb bei den SBB, das Trasse im neuen Bahntunnel für diese Fahrten benützen zu dürfen. 

Damit der Ein- und Ausstieg aus dem Zug bei der Bözenegg für die Gäste bequem erfolgen kann, hatte Sommer bereits mit Adrian Gerwer vom Waffenplatz Brugg Gespräche geführt. Die Truppe Genie/Rettung hätte sich für diesen Anlass den Bau einer provisorischen Rampe vorstellen können.

Keine Freigabe während den Abnahmefahrten

Nun steht für den Vorstand des TRB fest: Es wird kein Festanlass geplant. Es gibt keine Eröffnungsfeier, an der die Bevölkerung miteinbezogen worden wäre. Zu diesem negativen Entscheid ist es gekommen, weil einerseits das Bundesamt für Verkehr keine Bewilligung für ein solches Vorhaben ausstellt. Die Freigabe des Trasses für die Herrichtung einer provisorischen Rampe als Haltestelle "Bözenegg" sei während den Abnahmefahrten unmöglich. Andererseits seien auch die SBB gegen eine Trassebenützung an diesem gewünschten Tag und überhaupt einen Monat vor der offiziellen Eröffnung im Dezember 2020 gewesen. Sie konnten dem Gesuch des TRB nicht zustimmen, teilt TRB-Vorstandsmitglied Hans-Rudolf Sommer mit.

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