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Brugger SVP-Einwohnerrat setzt sich für die Kleinen ein – damit der Fussball das ganze Jahr rollen kann

Blick ins Fussballstadion: Derzeit trainiert der FC Brugg auf Naturrasenplätzen.

Blick ins Fussballstadion: Derzeit trainiert der FC Brugg auf Naturrasenplätzen.

Der Brugger SVP-Einwohnerrat Miro Barp macht sich stark für die Anschaffung eines Kunstrasenplatzes in der Nähe des Sportstadions. Schon vor über zehn Jahren war der Wunsch nach einem solchen Platz vorhanden.

Aufgeben ist keine Option: Der Brugger SVP-Einwohnerrat Miro Barp setzt sich mit Herzblut ein für das Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche, für einen Sportplatz, der das ganze Jahr betrieben werden kann. An der kommenden Sitzung des Einwohnerrats steht seine Motion zur Debatte betreffend Anschaffung eines Kunstrasenplatzes. Für Barp ist klar: Das heutige Angebot reicht «hinten und vorne» nicht aus.

Schon vor über zehn Jahren machte sich der FC Brugg für den Einbau eines Kunstrasenplatzes stark. Anfang 2018 wurde das Dossier erneut dem Stadtrat übergeben. «Die Trainingsmöglichkeiten für fussballbegeisterte Kinder und Jugendliche hielten mit der Bevölkerungsentwicklung nicht Schritt und sind seit 30 Jahren gleich geblieben», stellt Barp fest.

Er fordert klare Aussagen und Transparenz

Er selber zog damals seinen Vorstoss zurück zu Gunsten einer parteiübergreifenden Motion betreffend Förderung der Bewegungs- und Sportmöglichkeiten der Brugger Bevölkerung, im Speziellen der Kinder und Jugendlichen. Der Einwohnerrat überwies diese im Herbst 2018 – entgegen dem Willen des Stadtrats – bei nur drei Gegenstimmen.

Mit den seither getätigten Abklärungen allerdings ist der SVP-Einwohnerrat nicht zufrieden. Ihm fehlen die klaren Aussagen, die Transparenz. Es müsse etwas passieren, er wolle wissen, was Sache ist. Dass es auch anders gehe, zeige die Stadt Baden, die über einen Sportkoordinator verfüge. «Aber es muss sich jemand bemühen.»

Bewegungsmöglichkeiten sind eingeschränkt

Der Stadtrat sei zu verpflichten, fordert Barp in seiner Motion, dem Einwohnerrat Bericht und Antrag zu stellen zum Bau eines Kunstrasenplatzes im Raum des Fussballstadions mit der nötigen Infrastruktur, nahe den bestehenden vier Fussballplätzen oder als Ersatz eines bestehenden Fussballplatzes.

Die Stadt gebe sich in ihrem aufwendigen Standortförderungsprogramm dynamisch und beweglich, führt der SVP-Einwohnerrat in seiner Begründung aus. «Dabei sind ausgerechnet viele Kinder und Jugendliche in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, weil die Stadt die notwendige Infrastruktur nicht zur Verfügung stellt.»

«Einschränkungen können mit Kunstrasen behoben werden»

Der FC Brugg sei einer der grössten Fussballvereine des Kantons Aargau, fährt Barp fort. «Er leistet für fussballbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene wichtige Integrationsarbeit und einen grossen Beitrag an die Gesundheitsförderung.»

Leider könnten aus Kapazitätsgründen längst nicht alle profitieren und es könne nicht das ganze Jahr Fussball gespielt werden, konkret: während eines Drittels des Jahres von November bis Februar. Weitere Benutzungseinschränkungen bestehen laut Barp im Oktober und im März wegen der Witterungsverhältnisse – Stichwort: tiefer Boden – sowie von Mai bis August wegen der Abendrennen im Geissenschachen. Die heutigen Hallen in Brugg und Umgebung können den Bedarf im Winter nicht abdecken. Der SVP-Einwohnerrat ist überzeugt: «Diese Einschränkungen können nur mit einem Kunstrasenplatz behoben werden.»

Trainingsmöglichkeiten würden vervielfacht

Die Vorteile eines Kunst­rasenplatzes liegen für Barp auf der Hand: Ein solcher könne im Gegensatz zu einem Natur­rasenplatz praktisch unbegrenzt genutzt werden. Das bedeute eine Vervielfachung der Trainingsmöglichkeiten mit weniger Platzbedarf. Es gebe überdies keine Schonzeiten und die Nutzung sei ebenfalls bei schlechtem Wetter und im Winter möglich. Auch für andere Vereine und für Schulen bestehe die Möglichkeit einer ganzjährigen Nutzung und es könnten Unterhaltskosten eingespart werden.

Kunstrasenplätze hätten sich inzwischen in vielen Gemeinden – Barp erwähnt Aarau und Baden genauso wie Villmergen und Würenlingen – und in allen Ligen etabliert. In Brugg müssten durch die Nähe zu den bestehenden Fussballplätzen und dem Sportstadion keine zusätzliche Infrastruktur gebaut und keine zusätzlichen Materialien sowie Geräte angeschafft werden. Garderobe, Tribünen, Schuhwaschanlage oder Eingangsbereich als Treffpunkt mit Restauration könnten optimal genutzt werden. Auch die Sprinkler- und Lichtanlagen seien vorhanden.

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