Umiken/Brugg

Brugger Stadtrat ist gegen Selecta-Automat bei Kirche

An der Bushaltestelle war der Automat geplant.

An der Bushaltestelle war der Automat geplant.

Die Selecta AG ist auf Expansionskurs. Gleich für mehrere Standorte hat das Unternehmen in der Region Brugg in den letzten Jahren Baugesuche eingereicht. Doch die Verpflegungsautomaten stossen in der Bevölkerung, der Denkmalpflege oder den Behörden zunehmend auf Widerstand.

Das war auch beim Baugesuch für einen Selecta-Automaten an der Bushaltestelle Kirche Umiken der Fall. Gegen das Vorhaben an der Villnachernstrasse gingen bei der Stadt Brugg vor über einem halben Jahr zwei Sammeleinwendungen ein. Argumentiert wurde mit dem zu erwartenden Litteringproblem, fehlenden Parkplätzen und den strengen Bauvorschriften im Dorfkern von Umiken sowie in der Nähe der Kirche. Das betroffene Grundstück an der Bushaltestelle gehört der Einwohnergemeinde Brugg. Auf Nachfrage dieser Zeitung teilt Elsbeth Hofmänner, Leiterin Baubewilligung, nun mit: «Der Stadtrat Brugg entschied mit Beschluss vom 3. Juni, dass das Grundstück für einen Verpflegungsautomaten neben dem Bushäuschen nicht zur Verfügung gestellt wird.» Aufgrund dieses Entscheids habe die Selecta AG ihr Baugesuch zurückgezogen, so Hofmänner. Die Einwendungen wurden dadurch obsolet.

Hingegen kommt ein neuer Selecta-Automat beim öffentlichen Parkplatz im Aufeld zu stehen. Das betroffene Grundstück gehört ebenfalls der Einwohnergemeinde Brugg. Der Stadtrat hat diesem Vorhaben im April zugestimmt. «Mittlerweile liegen die Vertragsunterlagen zwischen der Selecta AG und der Einwohnergemeinde Brugg unterschriftsbereit vor und das Baugesuch wird in diesen Tagen bewilligt», so Hofmänner.

Bereits im Mai wurde bekannt, dass die Selecta AG das Gesuch für einen Verpflegungsautomaten an der Bushaltestelle an der Zurzacherstrasse zurückgezogen hat. In Hausen wehrte sich unter anderem Schularzt Conrad Frei erfolgreich gegen einen Selecta-Automaten im neuen Buswartehäuschen vor der Turnhalle. Er war der Meinung, dass so bei Schülern und Passanten unwillkommene Bedürfnisse geweckt würden.

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