Brugg-Windisch
Brugger Stadtammann: «Die gemeinsame Ortsplanung enorm wichtig»

Um die 100 Personen, darunter auch viele junge, fanden sich zum 2. Forum «Raum Brugg Windisch» in der Windischer Mülimatt-Sporthalle ein. Nach dem 1. Forum im Februar sind die Inputs von einer Echogruppe erfasst und in ein Thesenpapier eingeflossen.

Edgar Zimmermann
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Die Gruppe «Ziele Verkehr» an der Arbeit: «Wichtig ist auch die Strassenraumgestaltung.» Edgar Zimmermann

Die Gruppe «Ziele Verkehr» an der Arbeit: «Wichtig ist auch die Strassenraumgestaltung.» Edgar Zimmermann

Edgar Zimmermann

Um die 100 Personen, darunter auch viele junge, fanden sich zum 2. Forum «Raum Brugg Windisch» in der Mülimatt-Sporthalle ein. Nach dem 1. Forum vom 23. Februar 2013 sind die Inputs nach erfolgten Analysen von einer Echogruppe erfasst, geprüft und ergänzt worden und in ein Thesenpapier eingeflossen.

Wie der Brugger Stadtammann Daniel Moser und der Windischer Vizeammann Heinz Wipfli erläuterten, ist in den wesentlichen Punkten ein Konsens gefunden worden. Nun gelte es, diese Thesen weiterzubearbeiten in Richtung Räumliches Entwicklungsleitbild (RELB).

«Eine gemeinsame Ortsplanung Brugg-Windisch ist enorm wichtig», so Moser, «ebenso die Mitarbeit einer breiten Bevölkerung». Ruedi Stauffer von der Metron zeigte auf, dass das Leitbild nur Leitplanken für die Entwicklung setze und keine konkreten Massnahmen, die etwa für Grundeigentümer verbindlich wären, beinhalte.

Barbara Gloor (Planerin Metron) ging näher auf die Themen ein, die an diesem 2. Forum intensiv behandelt werden sollten: Gemeinsame Siedlungsentwicklung mit Förderung des Charakters als attraktiver Wohn-, Bildungs- und Arbeitsstandortes mit starker Identität, Ausstrahlung und vielfältigem Angebot, Verkehr mit umwelt- und sozialverträglicher Mobilität und engmaschigem Fuss- und Radwegnetz, Freiraum mit Erhaltung der wertvollen Landschaft, Förderung der nachhaltigen Energienutzung. Heute gelte es, die diesbezüglichen Weichen für das RELB zu stellen.

Rund anderthalb Stunden dauerten diese Gruppendiskussionen, dann stellten die Moderatorinnen und Moderatoren die wichtigsten Forderungen und Meinungen vor. Wiederholt aufs Tapet kamen die schlechten Fuss- und Radwegverbindungen zwischen Brugg und Windisch. Ein Vorschlag: Statt Erweiterung der Bahnunterführung eine Bahnüberführung, eine Art Ponte Vecchio – «dort oben könnte man gleich auch die Gemeindeverwaltungen von Brugg und Windisch konzentrieren».

Eine gemeinsame Verwaltung wäre ohnehin sinnvoll. Der Durchgangsverkehr bereitet weiterhin Sorgen. Zu überprüfen sind die Strassengestaltung und das Parkraumangebot. «Man sollte nicht Gärten für Parkplätze opfern.» Im Weitern beschäftigten das Litteringproblem und der nach Geschäftsschluss unbelebte Neumarktplatz die Gemüter. Vermehrte Siedlungsbegrenzungslinien, Schutz der Natur und Landschaft, Förderung von Energiesparen und Alternativenergienutzung waren weitere Stichworte.

Wipfli, Moser und Gloor bedankten sich abschliessend für den erhaltenen «grossen Strauss an Ideen und Thesen». Weiterhin gelte das Motto: «Dran bleiben!» Am 3. Forum vom
22. März 2014 wird der Entwurf des RELB bearbeitet, Anfang Juni erfolgt eine Informationsveranstaltung, dann schliesst sich die Vernehmlassung an.

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