Brugg

Brugger Schriftsteller präsentierte interaktiv seinen neuen Roman

Schriftsteller Urs Augstburger richtet sich ans Publikum, Monika Schärer hört zu.

Schriftsteller Urs Augstburger richtet sich ans Publikum, Monika Schärer hört zu.

Urs Augstburger stellte seinen Roman «Kleine Fluchten» vor. Mit einer Mischung aus Lesung, Musik und Zeichnungen begeisterte er das Publikum im Salzhaus. Das Buch handelt von einem Ehepaar, das sich nach 17 Jahren Ehe aus den Augen verloren hat.

Es steht alles bereit im Salzhaus. Die Gäste sitzen an den schwach beleuchteten Tischen, unterhalten sich beim einen oder anderen Glas Rotwein. Das Salzhaus ist gut besetzt, der in Brugg geborene Schriftsteller Urs Augstburger betritt die Bühne, um sein Liveprogramm anzukündigen.

Wobei, zuerst muss er seine «Probleme» los werden und die Gäste informieren. Zum einen sei diesmal nicht das Jugendfest das Thema, wie im Roman «Als der Regen kam» und zum andern sei die Livezeichnerin Anja Kofmel erkrankt. «Sie wird sonst jeweils aus Zagreb eingeflogen», so Urs Augstburger. Die Gäste kommen an diesem Abend trotzdem in den Genuss der Zeichnungen, sie können der Entstehung der Bilder via Projektion gar zusehen.

Ein Wochenende im Kurhaus

Augstburgers neuer Roman «Kleine Fluchten» handelt von Rea und Peer Richter, die sich nach 17 Jahren Ehe aus den Augen verloren haben. Monika Schärer gibt Rea ihre Stimme, Urs Augstburger derjenigen von Peer. Als Geschichtenerzähler tritt Hendrix Ackle auf. Er führt die Gäste in die Stadt am Alpenrand, in die Geschichten, die zunächst weit voneinander entfernt scheinen. «Vivere non e facile» singt er, spielt Keyboard und wird dabei von Robbie Caruso an der Gitarre und Hornspieler HP Stamm begleitet. Die melancholisch gefärbte Atmosphäre wird durch die Naturbilder verstärkt.

«Alles erlaubt bei Südwind», spricht Monika Schärer in bestem Bühnendeutsch. Rea und Peer Richter verbringen das Wochenende im Kurhaus in den Bergen. Peers Arbeitgeber hat eingeladen, Rea freut sich gar nicht drauf. Peer wartet nicht auf seine Frau, die sich im Hotelzimmer zurecht macht. Er ist an die Bar «geflüchtet», wolle sich mal umschauen. Rea zieht die ochsenblutroten Highheels an. Auch Monika Schärer trägt an diesem Abend rote Highheels zum kleinen Schwarzen.

Via Leinwand fahren die Salzhaus-Gäste mit Rea im Lift nach unten. Eine seltsame Begebenheit später auf dem Hoteldach irritiert Rea. Wer war der Fremde, der sie berührte? Mails des Fremden sind die Folge. Auch Peer ist gefangen in einer realen Affäre. Seine neue Chefin Dordi spielt eine mysteriöse Rolle.

Programm kommt gut an

Das Liveprogramm kommt beim Publikum an. «Mir hat es gut gefallen, die Stimmen waren sehr angenehm und die Musik war toll.» Ihr Begleiter erklärt: «Ich bin sonst nicht an solchen Anlässen anzutreffen und auch die Geschichte war nicht die meine. Die Kombination aus Lesung, Musik und Bildern hat mir aber zugesagt.»

Urs Augstburger führte nach dem Programm charmant zum Buchverkauf über: «Ihr habt ein riesiges Problem: Ihr braucht Weihnachtsgeschenke.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1