Abstimmung

Brugger sagen knapp Ja zur weiteren Finanzierung des Campussaals

Im Mai 2014 hat die Musikschule Brugg ihr 25-Jahr-Jubiläum mit viel Publikum im Campussaal Brugg-Windisch gefeiert. SAN/Archiv az

Im Mai 2014 hat die Musikschule Brugg ihr 25-Jahr-Jubiläum mit viel Publikum im Campussaal Brugg-Windisch gefeiert. SAN/Archiv az

Der Campussaal Brugg-Windisch kann weiter betrieben werden: Mit 1687 Ja zu 1461 Nein hat das Brugger Stimmvolk den Beiträgen für die nächsten zehn Jahre zugestimmt.

Die langfristige Finanzierung des Campussaal-Betriebs hat mit der Urnenabstimmung am Sonntag in der Stadt Brugg die letzte Hürde genommen. Der Souverän hiess einen jährlichen Defizitbeitrag von maximal 352'000 Franken über die nächsten zehn Jahre gut mit 1687 Ja- zu 1461 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 47,3 Prozent.

Im März gab das Stadtparlament der gleichen Vorlage mit 30 Ja- zu 10 Nein-Stimmen grünes Licht. Stadtammann Daniel Moser sagt am Sonntag: «Das Resultat ist super.» Er sprach von einem wichtigen Zeichen für die regionale Verbundenheit, für die Planungssicherheit sowie für die Betreiber – und dies trotz teilweise negativer Berichterstattung im Vorfeld.

Moser räumt ein, dass man auch die Nein-Sager verstehen müsse. So gebe es beim Campussaal noch einige Hausaufgaben zu erledigen. «Die Verankerung in der Region muss gestärkt werden. Viele Leute waren noch nie im Saal und sind dann beim ersten Besuch positiv überrascht», fährt Moser fort.

Tiefere Zustimmung als 2013

Auffallend ist, dass der Ja-Stimmen-Anteil in Brugg gestern nur gerade bei 53,6 Prozent lag. Das ist deutlich weniger als bei der Urnenabstimmung im März 2013, als es noch vor der Campussaal-Eröffnung um eine Erhöhung der jährlichen Betriebsbeiträge bis 2017 ging. Damals betrug der Ja-Stimmen-Anteil in der Stadt Brugg 61,2 Prozent und war damit um 3,3 Prozentpunkte höher als in der Gemeinde Windisch.

Angesprochen auf den Umstand, dass der Stadtrat im Vorfeld keinen Infoanlass durchführen wollte und somit die Bevölkerung nie direkt Fragen stellen konnte, sagt Stadtammann Daniel Moser: «Das war richtig so. Wir haben das Gefühl, dass wir den Einwohnerräten und Stimmbürgern alle für den Entscheid wichtigen Informationen in schriftlicher Form zur Verfügung gestellt haben.» Ob der hohe Nein-Anteil damit zu tun haben könnte, dass die Beiträge in der Gemeinde Windisch für fünf Jahre gesprochen, in Brugg aber für zehn Jahre beantragt wurden, kann Daniel Moser nicht beurteilen.

Windisch – ein wichtiger Partner

In der Gemeinde Windisch war keine Urnenabstimmung zur Campussaal-Vorlage erforderlich, weil sich der künftige Betriebsbeitrag von jährlich maximal 190'000 Franken innerhalb der
Kompetenzsumme des Einwohnerrats bewegt. Dieser hatte die Vorlage ebenfalls im März mit 28 Ja- zu 5 Nein-Stimmen für fünf Jahre gutgeheissen.

Den Bruggern sei für die Planungssicherheit ein Zeithorizont von zehn Jahren wichtig gewesen, betont Stadtammann Daniel Moser. Er sei aber auch froh, die Gemeinde Windisch mit im Boot zu haben und so mit dem Campussaal einen wichtigen Beitrag zur regionalen Standortförderung zu leisten.

Moser zeigt sich überzeugt, dass die Zahl der Anlässe im Campussaal in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Das gelte sowohl für Veranstaltungen für die Bevölkerung als auch für Anlässe von grossen Firmen, was sich nachhaltig positiv auf die Region Brugg
auswirken werde.

Lesen Sie dazu den Kommentar von Claudia Meier.

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