Brugg
Brugger Laurpark wurde feierlich eingeweiht

Der Laurpark, mit Büros, Wohnungen und einer Grünanlage, ist am Samstag eingeweiht worden. Ernst Laur (1871 bis 1964), der erste Schweizer Bauernsekretär und Namensgeber, würde sich freuen.

Louis Probst
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Symbolischer Akt - Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter (dritter von links) und Architekt Andreas Sonderegger durchschneiden das obligate Band
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Das von Lignum ausgezeichnete Büro- und Wohngebäude des Laurparks
Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter bei seiner Ansprache
Einweihung des Laurparks in Brugg

Symbolischer Akt - Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter (dritter von links) und Architekt Andreas Sonderegger durchschneiden das obligate Band

Louis Probst

«Das ist ein ganz besonderer Augenblick», stellte Hansjörg Walter, der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes bei der Einweihung des Laurparks fest.

Das Vorhaben an zentraler Lage umfasst ein Gebäude in Holzbauweise mit 800 Quadratmetern Bürofläche und vier Wohnungen – es ist inzwischen durch die Lignum ausgezeichnet worden – sowie ein Wohngebäude mit 11 Wohnungen und eine zentrale Tiefgarage mit Platz für 60 Autos. Die Anordnung der Gebäude ermöglichte zudem die Anlage von Grünflächen, die, so Hansjörg Walter, den Namen Laurpark rechtfertigen.

Bekenntnis zum Standort

Hansjörg Walter erinnerte an die beiden Gebäude, die dem Laurpark weichen mussten. An das giftgrün gestrichene Häuschen, in dem einst das Schweizer Heimatwerk seine Heimat hatte und das später dem Internetprovider agri.ch diente. Und an die Bürobaracke, die zwar als Normstall für Schweine konzipiert worden sei, die sich aber auch sehr gut als Bürogebäude bewährt habe.

«Der Zeitpunkt kam jedoch, um einen Schritt vorwärtszugehen», betonte Hansjörg Walter. Beim Bauernverband habe dabei stets die Meinung geherrscht, den Bedarf nach Büroflächen nicht auf der grünen Wiese zu decken, sondern durch Verdichtung auf dem angestammten Areal. Die Investition in den Laurpark sei daher auch ein Bekenntnis zum Standort Brugg.

Viel Lob und Dank

«2007 wurde ein Baukonsortium gegründet, dem neben dem Bauernverband, die Stiftung Haus des Schweizer Bauern, die Krankenkasse Agrisano sowie die Pensionskassenstiftung der Schweizer Landwirtschaft angehören», so Hansjörg Walter. «Nach drei Jahren Planung und zwei Jahren Bauzeit freuen wir uns jetzt, dass alles so gut gelungen ist.»

Was ist Schönheit?

«Wir hoffen, dass sich alle Nutzer in den neuen Gebäuden wohl fühlen werden», sagte Andreas Sonderegger von pool Architekten. «Wir haben versucht, eine Anlage zu schaffen, in der jeder Teil seinen Sinn hat.» Während sich die Gestaltung des Wohngebäudes an den benachbarten Stadtvillen orientiere, habe man beim Bürotrakt versucht, an den Stil des Hauses des Schweizer Bauern anzuknüpfen. In der Architektur von Schönheit zu reden, sei etwas Schwieriges, stellte er fest. Thomas von Aquins Satz «Schönheit ist der Glanz der Wahrheit», lasse sich aber auch auf die innere Ordnung eines Gebäudes und seine Einpassung in die Umgebung anwenden. «Vielleicht ist es das, was wir als schön empfinden», sagte Andreas Sonderegger.

Freude auch beim Stadtrat

Auch der Brugger Stadtrat habe grosse Freude am Laurpark, betonte Vizeammann Martin Wehrli. In einem relativ heiklen Raum sei ein Projekt entstanden, das Freude bereite. Zudem habe die Stadt Brugg, in Bezug auf den Pausenplatz des Stapferschulhauses, vom Laurpark profitieren dürfen. Martin Wehrli unterstrich auch die grosse Bedeutung des Bauernverbandes. «Der Bauernverband ist für Brugg sehr wichtig», stellte er fest. «Nicht nur als Verband an sich, sondern auch als bedeutender Arbeitgeber.»