Im Baukredit für die dritte Etappe der Brugger Freibadsanierung enthalten sind die Sanierung des Garderobengebäudes, der Ersatz der Servicetrakte sowie der Neubau eines Pavillons beim Planschbecken.

2009 wurde die Erneuerung der Gebäude noch zurückgewiesen. Diesmal sprachen die Einwohnerräte von links bis rechts von einer ausgewogenen und angemessenen Vorlage. Den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzer werde Rechnung getragen.

Wie wäre es mit einer Grillstelle?

Das Konzept sei zweckmässig, hielt Urs Herzog, FDP, fest. Genial sei der Plan, auf die Dachflächen eine Photovoltaikanlage zu montieren. David Hunziker, SP, zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass es an der Zeit sei, eine weitere Sanierungsetappe in Angriff zu nehmen. Julia Geissmann, CVP, begrüsste vor allem den Bau des Pavillons beim Planschbecken, um auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern einzugehen. Nicht ideal ist nach ihrem Dafürhalten der Betrieb eines Kiosks im Obergeschoss des Garderobengebäudes. Sie regte an, einen alternativen Standort zu prüfen.

Johannes Gerber, EVP, brachte – für eine Attraktivitätssteigerung – die Idee ein, eine Grillstelle im Aussenbereich zu realisieren und zudem eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die Aktivitäten wie Konzerte organisiert. Apropos Attraktivitätssteigerung: Dass die Sanierungsarbeiten ausgeführt werden müssten, stand auch für Markus Lang, Grünliberale, fest. Ihm fehle aber eine Vision. «Ich hätte Ideen erwartet.» Er zweifelte daran, ob eine Wassererwärmung tatsächlich nicht machbar sei.

Vizeammann Andrea Metzler führte aus, dass eine Wassererwärmung sehr kostspielig und – «leider» – nicht sinnvoll sei.

Belasteter Standort kein Problem

Auf die Frage von Walter Brander, SVP, ob Abklärungen zum Areal vorgenommen worden sind, weil sich die Schwimmbad-Anlage auf einer alten Deponie befindet, antwortete Vizeammann Metzler, dass Proben entnommen wurden. Es sei festgestellt worden, dass von den Altlasten keine Gefährdung ausgehe. Zwar müsse der vorläufige Bericht noch vom Kanton genehmigt werden, aber aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sei nicht von Problemen auszugehen.

Mit 37 zu 0 Stimmen bewilligten die 40 anwesenden Einwohnerräte schliesslich den Baukredit von 1,89 Mio. Franken für die dritte Etappe der Freibadsanierung.