Für die Angeklagten eines Terrorattentats vom März 2014 verlangt die türkische Staatsanwaltschaft insgesamt neunmal lebenslänglich, wie die Zeitung «Hürriyet Daily News» berichtet.

Der in Brugg aufgewachsene Kosovo-Albander Çendrim M. sowie ein zweiter Hauptverdächtiger sollen je eine vierfache lebenslange Haftstrafe erhalten. Das entspricht nach türkischem Recht einer Haftzeit von 280 Jahren.

Çendrim M. und drei weitere IS-Dschihadisten werden beschuldigt, 2014 einen Angriff auf eine Polizeikontrolle verübt zu haben, bei dem drei Personen ums Leben kamen, darunter ein Polizist. Fünf weitere Personen wurden verletzt. Es handelt sich dabei um den ersten Angriff des IS auf türkischem Boden.

Bei der Anhörung am Dienstag waren auch die Familienmitglieder des getöteten Polizisten anwesend. Die Angeklagten selbst wurden via Video zugeschaltet. Der Prozess ist auf den 15. Juni angesetzt.