Tag der offenen Tür
Brugger Apotheker: «Für viele ist die Apotheke eine Blackbox»

Der Aargauische Apothekerverband lädt am Sonntag zu einem Tag der offenen Apotheke ein. Auch die Brugger Apotheken beteiligen sich. Interessierten wird die Möglichkeit geboten, einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Elisabeth Feller
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Der Brugger Apotheker Rolf Krähenbühl vor dem Medikamentenlager. Hinten ist der Roboterarm zu sehen, der blitzschnell nach einem Medikament greift und dieses in eine Art Trichter legt.

Der Brugger Apotheker Rolf Krähenbühl vor dem Medikamentenlager. Hinten ist der Roboterarm zu sehen, der blitzschnell nach einem Medikament greift und dieses in eine Art Trichter legt.

Marc Reinhard

Die Kassen bleiben geschlossen. Und das in Geschäften, die üblicherweise Bienenhäusern gleichen. Rolf Krähenbühl, Apotheke am Lindenplatz, sagt, weshalb das bald so sein wird: «Der nächste Sonntag ist Tag der offenen Apotheke im Aargau.

Dann verkaufen wir nicht, sondern informieren über unsere Tätigkeit. Für viele Menschen ist die Apotheke nach wie vor eine Blackbox.» Neben der genannten Apotheke machen die Bahnhof-Apotheke, die Amavita Apotheke & Drogerie am Neumarktplatz sowie die Apotheke Drogerie Reformhaus Kuhn AG mit – diese leistet am Sonntag erst noch Notfalldienst.

Badesalz, Logistik, Blutdruck

«In dieser Form gab es einen solchen Tag noch nie», sagt Max Kuhn und Rolf Krähenbühl setzt hinzu: «Erklären, was passiert, welches unsere Leistungen sind – das sind Kernpunkte der Veranstaltung.» Jede der Brugger Apotheken setzt die Schwergewichte etwas anders. Die Amavita Apotheke macht beispielsweise mit dem Labor bekannt. Dort kann man Badesalz herstellen, einfärben und leicht beduften – natürlich leicht beduften.

Die anderen Apotheken wollen das Publikum mit ihrer Logistik vertraut machen. Was passiert nach der Abgabe eines Rezeptes? Greifen Apothekerin oder Apotheker einfach in die Schublade und ziehen das Medikament heraus? «Nein. Wir überprüfen die Verträglichkeit und die Dosierung», sagt Krähenbühl und verweist auf sein Medikamentenlager im Keller, zu dem das Publikum normalerweise keinen Zutritt hat.

Das Radio berichtet live

Doch am Sonntag wird es sehen können, dass dort ein Roboter seine Dienste verrichtet. Blitzschnell ergreift dieser mit einer Art Arm das Gewünschte in den Regalen und legt es in einen Auswurftrichter für das Personal. Und Blutdruckmessen? «Wird ebenfalls angeboten», sagt Krähenbühl und verweist auch da auf Zusammenhänge, die dem Publikum vermittelt werden sollen.

Übrigens nicht nur in den Apotheken, sondern auch draussen, in der Begegnungszone am Neumarkt. Dort wird Radio Argovia von 11 bis 15 Uhr live berichten; dort werden überdies Pharmaziestudentinnen und -studenten aus Zürich – mit Aargauer Beteiligung – das vielfältige Berufsbild vermitteln. Wie viele Menschen wohl zum Tag der offenen Apotheke strömen werden? Die Brugger Apotheker sind gespannt. Ob der Anlass wiederholt wird? Die Apotheken werden von der aargauischen Arbeitsgruppe nach den gemachten Erfahrungen befragt. Dann will man weitersehen.

Tag der offenen Apotheke 2. September, 11 bis 16 Uhr.