Brugg-Windisch
Noch läuft die Online-Umfrage: Wo drückt der Velosattel?

Der Verein Pro Velo Brugg-Windisch ruft dazu auf, Schwachstellen in der Infrastruktur zu melden.

Michael Hunziker
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Noch immer sind mehrere Sackgassenschilder nicht ergänzt oder gewechselt, obwohl die Durchgänge für Fussgänger und Velofahrende passierbar sind, hält Pro Velo Brugg-Windisch fest und erwähnt als Beispiel die Seidenstrasse bei der SBB-Unterführung.

Noch immer sind mehrere Sackgassenschilder nicht ergänzt oder gewechselt, obwohl die Durchgänge für Fussgänger und Velofahrende passierbar sind, hält Pro Velo Brugg-Windisch fest und erwähnt als Beispiel die Seidenstrasse bei der SBB-Unterführung.

zvg/Hörby Künzi

Einige Fortschritte sind erzielt worden. Aber da und dort drückt noch der Velosattel, stehen Behörden auf dem Veloschlauch. Wo genau, kann online beim «Prix Velo» gemeldet werden unter www.velostaedte.ch. Der Verein Pro Velo Brugg-Windisch ermuntert dazu, an dieser Umfrage teilzunehmen.

Der Hintergrund: Mit dem «Prix Velo» macht der nationale Dachverband Pro Velo Schweiz jeweils aufmerksam auf velofreundliche Leistungen. Die Velofahrerinnen und Velofahrer können mitteilen, wie sie die Verkehrsinfrastruktur erleben, sind eingeladen, die Bewertung zur eigenen Gemeinde bis Ende November abzugeben.

Die anonymisierten Ergebnisse liefern laut Pro Velo dann Hinweise, wo die Infrastruktur Verbesserungspotenzial aufweist. Und: Durch den nationalen Vergleich erhalten die Behörden wertvolle Referenzwerte, die ihnen bei der Priorisierung von Massnahmen helfen. Im kommenden Frühling werden auf der Basis dieser Befragung die velofreundlichsten Schweizer Städte und Gemeinden mit dem «Prix Velo» ausgezeichnet.

Beim Schlussspurt gilt es noch zuzulegen

Pro Velo will also ebenfalls wissen, wie es sich in Brugg und Windisch pedalt, wie es um Sicherheit und Komfort steht, welchen Stellenwert das Velo im Mobilitätsangebot hat. Hörby Künzi, Präsident von Pro Velo Brugg-Windisch, bittet die Velofreunde um Unterstützung, denn:

«Nur wenn wir jetzt beim Schlussspurt zulegen, erscheint auch Brugg in der offiziellen, detaillierten Auswertung.»

Viele Schweizer Städte, hält der Präsident fest, hätten die minimale Anzahl Rückmeldungen erreicht. In Windisch fehlen nur noch 5 Bewertungen, in Brugg dagegen sind es über 30. Künzi ruft dazu auf, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, die Umfrage für beide Orte auszufüllen, gleich auch Familie und Freunde zur Teilnahme zu motivieren.

Vom Sackgassenschild bis zur Schikane

Pro Velo Brugg-Windisch setzt sich ein für die Anliegen der Velofahrerinnen und Velofahrer der Region. Der überparteiliche Verein hat übrigens bereits auch über 100 Schwachstellen in der Region – samt Foto und Beschrieb – erfasst auf der Online-Plattform www.bikeable.ch. Präsident Künzi empfiehlt hier ebenfalls allen, jederzeit konkrete Schwachstellen selber einzutragen oder zu melden. Sicherlich seien weitere bekannt. Auch könnten auf der Karte von www.bikeable.ch die einzelnen Spots kommentiert und gelikt werden, um diesen mehr Gewicht zu geben.

Zu den Schwachstellen gehört laut Pro Velo Brugg-Windisch auch die «unkomfortable» Schikane auf der wichtigen Veloroute bei der Altenburgerstrasse.

Zu den Schwachstellen gehört laut Pro Velo Brugg-Windisch auch die «unkomfortable» Schikane auf der wichtigen Veloroute bei der Altenburgerstrasse.

zvg/Hörby Künzi

Zu finden ist auf der Online-Plattform beispielsweise das Sackgassenschild auf der Seidenstrasse bei der SBB-Unterführung, obwohl der Durchgang für Fussgänger und Velofahrer passierbar ist. Aufgeführt sind die «ungenügende» Veloabstellanlage im Zentrum genauso wie verschiedene «unnötige» Pfosten auf der Fahrbahn, etwa bei der Nigglistrasse, die «unkomfortable» Schikane auf der Veloroute bei der Altenburgerstrasse oder die «ungeeignete» Rampe zur Süssbachunterführung.

Im benachbarten Windisch sind Verbots- und Stopptafeln aufgelistet oder der Velostreifen auf der Zürcherstrasse, der von den Benützern nicht angenommen werde.

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