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Brugg-Windisch: Jetzt führen die Studierenden die Besucher des Campus aufs Glatteis

Seit einigen Tagen kann auf der Kunsteisbahn beim Campus wieder übers Eis gefahren werden. Auf Wunsch         steht das Eisfeld auch neben den Öffnungszeiten für Firmen- und Vereinsanlässe zur Verfügung.

Seit einigen Tagen kann auf der Kunsteisbahn beim Campus wieder übers Eis gefahren werden. Auf Wunsch steht das Eisfeld auch neben den Öffnungszeiten für Firmen- und Vereinsanlässe zur Verfügung.

Noch professioneller: Nach dem Erfolg des Eisfelds «Campus IceDream» in Brugg-Windisch, das im Rahmen einer Bachelor-arbeit entstand, wurde einiges verändert. Wir haben uns vor Ort umgeschaut.

Schon von Weitem ist Musik und Kinderlachen zu hören. Der Duft von Raclettekäse liegt in der Luft. Menschen stehen mit weissen Bechern, aus denen heisser Dampf aufsteigt, vor einem Holzhäuschen. Seit dem 10. November und noch bis zum 8. Januar im nächsten Jahr, ist das Eisfeld unter dem Namen «Campus IceDream» für die Gäste geöffnet.

Fondue und Raclette im Chalet

Was letztes Jahr im Rahmen einer Bachelorarbeit begann, wurde nun wieder aufgegriffen und noch professioneller umgesetzt. Das Ziel sei, den Campus Brugg-Windisch auch neben den Studienzeiten zu beleben. «Die Studenten, die das Projekt auf die Beine gestellt haben, sind sehr stolz auf ihre Arbeit», sagt Stephan Burkart, Dozent und Leiter Praxistransfer an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Er steht an einem Tisch nicht weit vom Eisfeld und unterhält sich mit einigen Leuten. Neben dem erweiterten Gastroangebot verfügt die Eisbahn nun auch über einen Eismeister, der für die optimale Qualität beim Eis sorgt.

Die schwarzen Schnallen werden festgezogen. Dann geht es mit dem Paar dunkelblauer Schlittschuhe endlich aufs Eis. Sie sind erstaunlich leicht und deshalb auch etwas gewöhnungsbedürftig. Die ersten Schritte auf dem Eis sind wackelig und unsicher. Der erste Versuch, eine gute Figur auf dem Eis zu machen, gestaltet sich gar schwieriger als gedacht.

Das Feld ist mit Spuren von Schlittschuhkufen übersät, was zeigt, dass sich schon viele auf dem Eis ausgetobt haben. So auch einige Kinder, die neben uns ihre Runden auf dem 10 Meter mal 30 Meter grossen Eisfeld drehen. Es läuft Musik und das Eis wird in einem Wechselspiel der Farben vom Scheinwerfer beleuchtet.

Studenten hat es an diesem Abend keine auf dem Eis. Sie verbringen die Zeit damit, sich neben dem Feld an den Stehtischen zu unterhalten oder sich mit einem heissen Getränk aufzuwärmen. Der Duft von Glühwein ist deutlich zu riechen.

Impressionen vom Campus Ice Dream und was die Besucher vom Eisfeld der Fachhochschule halten.

Impressionen vom Campus Ice Dream und was die Besucher vom Eisfeld der Fachhochschule halten.

Die Kasse ist um diese Zeit oft besetzt. Viele Leute bestellen ihr Abendessen oder leihen sich Schlittschuhe aus. Ein Gastro-Chalet, das rund 120 Personen Platz bietet, ist ebenfalls neben dem Eisfeld aufgestellt. Jeder Tisch darin ist sorgfältig mit roten Tischdecken und Kerzen dekoriert – perfekt für einen Fondue-Abend.

Neben dem Fondue à discrétion stehen auch Raclette, Traditionelles wie Gehaktes mit Hörnli oder eine gebrannte Creme auf der Speisekarte des Chalets. Dieses steht nach Wunsch auch ausserhalb der Öffnungszeiten für Firmen- und Vereinsanlässe zur Verfügung. Auch das Eisstockschiessen wird für acht Personen zu einem Preis von 100 Franken pro Stunde angeboten.

Beim Holzhäuschen finden sich neben der Kasse auch weitere kulinarische Angebote. Ob Raclette, Waffeln, Punsch oder Glühwein: Die Auswahl ist gross.

Nicht nur für Kinder ein Spass

Einige Kinder lachen vergnügt und schieben die Eislaufhilfen, Pinguine und Eisbären, vor sich her und spielen Fangen auf dem Eis. Nicht nur die Kleinen, auch ein paar wenige Erwachsene gönnen sich das Vergnügen. Ein etwas älterer Herr läuft elegant mit einem Kind an der Hand übers Eis.

Als die Füsse langsam zu schmerzen beginnen, verlassen wir die Kunsteisbahn. Wir gehen Richtung Kasse, geben unsere Schlittschuhe ab. «Sie können die Schuhe einfach dorthin legen.

Den Rest machen wir», sagt eine junge Frau hinter der Kasse mit einem Lächeln im Gesicht. Noch immer hört man Kufen übers Eis gleiten. Bis 21 Uhr ist das Eisfeld jeweils geöffnet. «Papa, darf ich noch ein wenig länger bleiben? Bitte, bitte, bitte», fleht ein Junge auf dem Eis mit dem Smartphone in der Hand. Er darf.

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