Brugg
Warum der Kanton beim Fahrverbot vor der alten Aarebrücke den Verkehr zählt

Die Messstelle in der unteren Altstadt ist eine von zwölf im Bezirk Brugg. Nach dem Einsatz von mobilen Zählgeräten für Velos sind zusätzlich permanente vorgesehen. Die Projektleiterin sagt, warum.

Claudia Meier
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Am Pfosten mit der Fahrverbotstafel werden neben der alten Aarebrücke Velos gezählt.

Am Pfosten mit der Fahrverbotstafel werden neben der alten Aarebrücke Velos gezählt.

Bild: Claudia Meier

Neben der alten Aarebrücke in Brugg, vor dem ehemaligen «Number One», hängt seit einigen Tagen ein Kasten. Durchgeführt wird eine Verkehrszählung. Doch warum wird der Verkehr genau da gemessen, wo ein Fahrverbot für den motorisierten Individualverkehr (MIV)hängt? «Wir messen den Veloverkehr», sagt Projektleiterin Isabelle Zutter vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

An insgesamt zwölf Stellen im Bezirk Brugg wie Stahlrain Brugg und Zürcherstrasse in Windisch werden vom 17. bis 30. Juni Velozählungen durchgeführt. Dabei geht es um das Erarbeiten einer Datengrundlage für die Verkehrsplanung. Der Verkehr wird mit mobilen Zählgeräten gemessen.

Über 20 permanente Messstellen sind im Aargau vorgesehen

Vorgesehen ist, dass wie in anderen Kantonen auch im Aargau zusätzlich permanente Velomessstellen eingerichtet werden. Läuft es nach Plan, so soll laut Isabelle Zutter noch in diesem Jahr die erste von über 20 Messstellen im Aargau installiert werden.

Grundsätzlich geht es bei den Velozählungen darum, herauszufinden, ob der Veloverkehr zu- oder abnimmt, welche Rolle das Wetter spielt und ob etwa bauliche Massnahmen oder neue Streckenführungen von den Velofahrenden angenommen werden. Sobald die ersten Zahlen vorliegen, werden sie analog den MIV-Zählungen publik gemacht.