Brugg
Vor dem Start der ersten Dokumentarfilmtage: Die Filmfestival-Fieberkurve steigt

Am Donnerstag beginnen die ersten Brugger Dokumentarfilmtage. Die Organisatoren sagen, wie der Vorverkauf läuft, welches Echo sie erhalten und wie die Stimmung ist.

Michael Hunziker
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Zu sehen sein wird auch der Film «Tiger und Büffel».

Zu sehen sein wird auch der Film «Tiger und Büffel».

zvg

«Film ab!», heisst es in Brugg: Am Donnerstag startet das erste Dokumentarfilmfestival der Deutschschweiz. Das Programm darf sich – im wahrsten Sinne – sehen lassen. Gezeigt werden 26 Filme, darunter sind die Europapremiere des Films über die 80er-Jahre-Popband A-ha, die Erstaufführungen von Schweizer Dokumentarfilmen wie «Burning Memories» – Gewinner des Schweizer Filmpreises 2021 für die beste Filmmusik – oder «Tiger und Büffel».

Rund ein Drittel der Filme ist dem Schwerpunktthema Musik gewidmet. Zu sehen ist etwa «Amy – The Girl Behind The Name», das Porträt über Amy Winehouse, oder «Gimme Danger» über Iggy Pop. Die anderen zwei Drittel geben einen Überblick über das aktuelle Dokumentarfilmschaffen der Schweiz und in ganz Europa.

Programm soll zum Diskutieren anregen

Mit dem Festival will Brugg über die Landesgrenzen hinaus als Plattform für den Dokumentarfilm wahrgenommen werden, halten die Organisatoren fest. Das Programm zeige die Vielfältigkeit des menschlichen Lebens, soll anregen zum Reflektieren und Diskutieren und dazu einladen, den persönlichen Horizont zu erweitern.

Das Festivalzentrum befindet sich im «Odeon» gegenüber dem Bahnhof. Gezeigt werden die Filme auch im Kino Excelsior sowie in der Kunstgalerie Zimmermannhaus. Erwartet werden Gäste aus dem In- und Ausland, Filmemacherinnen und Filmemacher, die ein buntes Rahmenprogramm mit einigen Gesprächsrunden ermöglichen.

In «Gimme Danger» wird Musiker Iggy Pop (rechts) porträtiert.

In «Gimme Danger» wird Musiker Iggy Pop (rechts) porträtiert.

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Besonders erfreulich sei, dass viele Filmemacherinnen und Filmemacher nicht nur ihren Film vorstellen, sondern gleich mehrere Tage am Festival bleiben, sagt Stephan Filati, Betriebsleiter im Kulturhaus Odeon. Es biete sich die Ge­legenheit, bei einem Crêpe im Zimmermannhaus oder einer Pizza im «Odeon» und «Excelsior» mit den Filmemacherinnen und Filmemachern sowie den weiteren Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Sowieso ist Filati mit dem Echo und dem Vorverkauf sehr zufrieden:

«Wir bekommen von vielen Seiten Zuspruch und spüren Freude darüber, dass dem Dokumentarfilm eine neue Plattform geboten wird.»

Schön sei ebenfalls, dass Restaurants und Geschäfte auf die Anfrage der Organisatoren reagiert hätten für eine Dekoration mit Filmmaterial. «Die vielen geschmückten Schaufenster erhöhen die Vorfreude und lassen das Festivalfieber langsam steigen.»

Mit Zertifikatspflicht fallen die Einschränkungen weg

Abgesetzt worden sind im Vorverkauf bisher rund 150 Einzeltickets sowie 30 Tages- und Festivalpässe – gemäss Filati eine erfreuliche Zahl gerade auch in Anbetracht der aktuellen Situation sowie des Umstands, dass es sich um die erste Ausgabe handle. Momentan seien noch für alle Vorstellungen genügend Tickets zu haben. Mit der Einführung der Zertifikatspflicht fallen die Einschränkungen bezüglich Saalkapazität und Maskenpflicht weg, fügt der «Odeon»-Betriebsleiter an. «Selbstverständlich sind wir weiterhin vorsichtig und haben unser Schutzkonzept an die aktuellen Vorgaben des Bundes angepasst.»

Stephan Filati ist Betriebsleiter im Kulturhaus Odeon.

Stephan Filati ist Betriebsleiter im Kulturhaus Odeon.

mhu

Kurz: Bei den Organisatoren ist die Stimmung gut. «Aber wie immer beim Endspurt vor einer grossen Veranstaltung gibt es noch sehr viel zu tun», räumt Filati ein. «Wir sind momentan gerade daran, das Zimmermannhaus ins dritte Brugger Kino mit Ausstellung und Crêperie zu verwandeln und Tausend andere Kleinigkeiten vorzubereiten, damit ab Donnerstag alles bereit ist.»

Das «Odeon» ist bekannt und beliebt für seine feine Programmauswahl und pflegt seit über 20 Jahren den hochwertigen Dokumentarfilm. Künftig sollen die Brugger Dokumentarfilmtage im Zwei-Jahres-Rhythmus alternierend mit den Brugger Literaturtagen durchgeführt werden.

Die Brugger Dokumentar­filmtage finden statt vom 16. bis 19. September. Weitere Informationen sind zu finden unter www.brugger-­dokumentarfilmtage.ch.

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