Erstmals seit Bestehen haben die beiden Musikgesellschaften ein gemeinsames Konzert bestritten. Es war schon rein optisch ein eindrückliches Bild: Der Chor der Stadtkirche war mit rund 60 Mitwirkenden prall gefüllt. Und eindrücklich war die Leistung, welches dieses Korps abwechselnd unter der Leitung von Roman Brogli (Stadtmusik) und Pascal Gruber (Eintracht) zeigte.

Die beiden Orchester wirkten als Einheit zusammengeschweisst. Thematisch ging es bei der Stückwahl u.a. um die Einstimmung auf die Advents- und Winterzeit, um die Welt der Mythen und Sagen, um Hymnen. Dies gelang vorzüglich. Stimmungsvoll war bereits der Auftakt mit der «Procession of Nobles», dem Fürstenzug aus der von Nikoloai Rimski-Korsakow komponierten Oper Mlada, deren Handlung auf slawischer Mythologie fusst. Zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals zählt «Elisabeth», komponiert von Silvester Levay und arrangiert von Johan de Meij. Geschildert wird das tragische Leben der Kaiserin von Österreich. Schwermütig-ergreifend hallten die Klänge durch die gut besetzte Kirche.

Fulminanter Solistenauftritt

Trotz einer ebenfalls dramatischen Handlung wirkte «Gabriella’s Song» des schwedischen Komponisten Stefan Nilsson freudvoll und mitreissend. Einen fulminanten Auftritt hatte dabei Mattis Sussmann als Solist mit der Trompete, adäquat unterstützt vom Korps. «Alpina Fanfare» des Schweizer Komponisten Franco Cesarini entführte die Zuhörer mit mal wuchtigen, mal lieblichen Tönen in die beeindruckende wie auch geheimnisvolle Welt der Berge, «Chara Lingua della Mamma» (Cantieni/Fraser) in die Heimat und Muttersprache der Engadiner und Münstertaler Rätoromanen. Leichtfüssig-elegant, rhythmisch packend und mit raschen Stil- und Instrumentalwechseln kam «Il Briccone» (Thomas Doss) daher. Die Sinnfonische Dichtung «Finlandia» von Jean Sibelius, als «geheime Nationalhymne» Finnlands geltend, wusste zu packen und aufzurütteln. Ergreifend schliesslich die Verkündung der Geburt Jesu durch einen Engel im Stück «And The Montains» von Robert Longfield. - Informativ und bereichernd führte Markus Weck durchs Abendprogramm.

Für den lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Korps mit einem stimmungsvollen Schlussbouquet, mit irischen Volksweisen aus «Irish Tune from County Derry» (P.A. Graiger).

Zweites Konzert am Sonntag, 8. November um 17 Uhr , kath. Kirche Windisch.