Windisch-Brugg
Brugg und Windisch planen Entwicklung gemeinsam – jetzt ist Bevölkerung gefragt

Mit gemeinsamer Planung «Raum Brugg Windisch» setzen die beiden Gemeinden Leitplanken für ihre künftige Entwicklung. Nun liegt ein Thesenpapier mit Grundsätzen und Zielen vor. Nicht leicht ist es aber, die Bevölkerung miteinzubeziehen.

Louis Probst
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Entwicklung durch Verdichtung – hier am Beispiel der Überbauung Fehlmannmatte in Windisch. LP

Entwicklung durch Verdichtung – hier am Beispiel der Überbauung Fehlmannmatte in Windisch. LP

Louis Probst

«Das Zentrum geht mit gutem Beispiel voran», sagt Heidi Ammon, Gemeinderätin und designierte Frau Gemeindeammann von Windisch, zur gemeinsamen Planung «Raum Brugg Windisch». «Ich bin überzeugt, dass es eine klare Signalwirkung hat, dass man in Brugg und Windisch gemeinsam betrachtet, was möglich ist.»

Und der Brugger Stadtammann Daniel Moser hält fest: «Was wir im Rahmen von ‹Raum Brugg Windisch› machen, weist viele Parallelen dazu auf, was Brugg Regio beim Regionalen Entwicklungskonzept macht. Beides muss sich ergänzen. Es ist eine Supersache, dass man sich in beiden Gemeinden dazu durchringen konnte, gemeinsam vorzugehen.»

«Raum Brugg Windisch»: Terminplan drei Monate verzögert

Auf Ende der Amtsperiode scheiden, infolge Rücktritt oder anderer Ressortzuteilung, Christoph Brun (Brugg), Hanspeter Scheiwiler (Windisch) und Heinz Wipfli (Windisch) aus der Projektsteuerung von «Raum Brugg Windisch» aus. Ersetzt werden sie durch Vizeammann Andrea Metzler (Brugg), Gemeindeammann Heidi Ammon (Windisch) und Vizeammann Rosi Magon (Windisch). In der Projektleitung nimmt neu Roland Schneider, Leiter der Abteilung Planung und Bau der Gemeinde Windisch, Einsitz. Er füllt die Lücke aus, die durch den Weggang von Kurt Schneider entstanden ist. «Es ist dem Stadtrat Brugg und dem Gemeinderat Windisch ein Anliegen, den ausscheidenden Personen für die Mitarbeit an diesem Projekt, das grossen Einsatz erfordert, herzlich zu danken», sagt Heidi Ammon.
Durch die Mutationen in der Projektsteuerung und der Projektleitung wird es zu einer Verzögerung von etwa drei Monaten gegenüber dem ursprünglichen Terminplan kommen. Das dritte öffentliche Forum wird demnach am Samstag, 14. Juni 2014 stattfinden. Eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung ist für Montag, den 22. September vorgesehen. Und die öffentliche Auflage des Räumlichen Entwicklungsleitbildes erfolgt vom 23. September bis zum 21. November 2014. (LP)

Stossrichtungen definiert

Im Februar dieses Jahres ist der Prozess «Raum Brugg Windisch» mit einem öffentlichen Forum gestartet worden. Inzwischen liegt, nach einem zweiten öffentlichen Forum, ein Thesenpapier vor, in dem Grundsätze und Ziele für die Entwicklung des formuliert werden. «Diese Grundsätze», so André Gigandet, Verwaltungsleiter der Gemeinde Windisch, «bezeichnen aber noch keine konkreten Massnahmen, sondern sie definieren Schwerpunkte und Stossrichtungen.»

Zwar dürfte feststehen, dass die Entwicklung nach innen – hin zu einer Verdichtung – erfolgen wird. «So weit, um etwa eine Hochhauszone festzulegen, sind wir aber noch nicht», stellt Daniel Moser fest. Dass im jetzigen Stadium der Planung noch wenig greifbar ist– etwa im Sinne von: «Hier gibt es einen Radweg» – dürfte mit ein Grund sein, dass sich die Beteiligung der Bevölkerung am Prozess in Grenzen hält.

«Die Hauptschwierigkeit besteht beim Einbezug der Bevölkerung», stellt Daniel Moser denn auch fest. «Wir wollen aber eine Vielfalt an Meinungen und Ideen sammeln. Für die Bevölkerung ist daher der Moment da, sich einzubringen.» Heidi Ammon betont dazu: «Das ist ja auch der Sinn der öffentlichen Foren.»

Drittes Forum im Juni

Eine der Möglichkeiten für die Bevölkerung, mitzureden ist, wenn, so Heidi Ammon, «die Leitplanken für die Entwicklung des Raums Brugg-Windisch» gesetzt werden, besteht denn auch am dritten öffentlichen Forum. Dieses findet am Samstag, 14. Juni 2014 statt. Bis dahin wird, auf der Basis der im Thesenpapier formulierten Grundsätze, ein Entwurf für das Räumliche Entwicklungsleitbild für den Raum Brugg-Windisch erarbeitet. Dieser Entwurf wird am dritten Forum mit der Bevölkerung diskutiert.

Mit dem Räumlichen Entwicklungsleitbild entstehen auch die ersten Teile des Kommunalen Gesamtplans Verkehr und des Natur- und Landschaftsentwicklungskonzepts. Nach einer schriftlichen Vernehmlassung wird das Räumliche Entwicklungsleitbild von den Gemeindebehörden beschlossen. Mit der Verabschiedung und der Vernehmlassung ist auf Ende des kommenden Jahres zu rechnen.

Der Link zu «Raum Brugg Windisch» findet sich hier.

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