Brugg
Umwelt, Wirtschaft und Bildung liegen ihnen am Herzen: Grünliberale wollen Stimmenanteil weiter ausbauen

Bei den Brugger Einwohnerratswahlen Ende November tritt die GLP mit drei Kandidatinnen sowie drei Kandidaten an. Sie sagen, wofür sie sich einsetzen.

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Die Grünliberalen steigen ins Rennen mit (von links): Markus Lang, Silvia Lewdeni-Schmid, Adriaan M. Kerkhoven, Colette Degrandi, Hörby Künzi sowie Alexandra Schiller.

Die Grünliberalen steigen ins Rennen mit (von links): Markus Lang, Silvia Lewdeni-Schmid, Adriaan M. Kerkhoven, Colette Degrandi, Hörby Künzi sowie Alexandra Schiller.

zvg

Das Ziel ist klar: Die Grünliberalen, die seit 2010 im Brugger Einwohnerrat vertreten sind, wollen ihren Stimmenanteil weiter ausbauen. Bei den Einwohnerratswahlen am 28. November tritt die Partei mit drei Kandidatinnen sowie mit drei Kandidaten an.

Colette Degrandi ist seit 2018 Mitglied des Einwohnerrats sowie seit 10 Jahren Mitglied der Schulpflege. Die 50-jährige Ärztin/Humantoxikologin und Mutter von vier Kindern setzt sich ein für den Langsamverkehr, für die Aufwertung der Quartiere und die Verbesserung des Mikroklimas in der Stadt. Wichtig sei ihr die Bildung als Schlüssel für eine liberale, gleichberechtigte Gesellschaft:

«Stärken wir die Schulen! Dort werden Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt für den Start ins Erwerbsleben sowie Grundlagen für lebenslanges Lernen.»

Der 51-jährige Adriaan M. Kerkhoven ist Gründungsmitglied der GLP Aargau, ehemaliger Grossrat und seit 2010 Brugger Einwohnerrat. Der «glücklich verheiratete» Vater von zwei Kindern ist tätig als Sonderpädagoge, Spitalseelsorger und Paartherapeut. «Ich engagiere mich für eine nachhaltig gesunde Entwicklung der Stadt und Region», hält er fest und nennt unter anderem die Stichworte: Begrünung, Bahnhofserschliessung, Langsam- und E-Verkehr, faire lokale E-Versorgung, attraktive Wohn- und Gewerbezonen, Stärkung des Forschungs-, Bildungs- und Kulturangebots, generationengemischtes Wohnen oder innovative Rahmenbedingungen für Unternehmer und Bürger.

Die attraktiven Verkehrswege sind ihnen wichtig

Der Fuss- und Veloverkehr liegt auch Hörby Künzi, 53, am Herzen, «da hier die Investitionen besonders ökologisch, sozial und ökonomisch sind». Der Elektroingenieur HTL ist Leiter der ABB University MV Drives in Turgi und ­Vater von vier Kindern. Engagiert ist er als Präsident Pro Velo Brugg-Windisch sowie als Vizepräsident IG-Verkehrs­sicherheit Brugg. «Ich packe gerne an und richte dabei mein Handeln auf den langfristigen gesellschaftlichen Nutzen aus», stellt er fest.

Reichlich politische Erfahrung vorweisen kann Markus Lang: als Einwohnerrat seit 2014, Grossrat, ehemaliger Schulpflegepräsident sowie Präsident GLP Brugg/Windisch. Der 58-Jährige lebt mit Frau, Sohn und zwei Katzen in Umiken. Tätig ist er als Schulleiter, ­Bezirkslehrer und Supervisor mit eigenem Geschäft. Gelegentlich fährt er Lastwagen und Car. «Ich möchte mithelfen, den Entwicklungsstau in Brugg zu beheben», führt er aus, denn:

«Unsere Stadt braucht ein lebenswertes, attraktives Zentrum und lebendige Quartiere.»

Weiter gepflegt werden soll, so Lang, die gute Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, «wobei auch Fusionen ein Thema sein können». Ökologie sei ihm zudem genauso wichtig wie gesunde Finanzen und ein unternehmerfreundliches Klima.

«Pflegefachkräfte müssen wesentlich gestärkt werden»

Für attraktive Rahmenbedingungen, für familienfreundliche Strukturen, für die Stärkung von Bildung, Forschung und Innovation macht sich Silvia Lewdeni-Schmid stark. Die 39-Jährige ist Mutter von zwei Kindern und von ­Beruf Elektroingenieurin. «Ich unterstütze eine nachhaltige und attraktive Wirtschaft, die den Erhalt des Wohlstands und der hohen Lebensqualität in unserer Region weiterhin sichert.»

Die 52-jährige Alexandra Schiller ist Unternehmens- und Geschäftsentwicklerin für KMU bei Switzerland ­Global Enterprise sowie Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie liebt alles, was in der Natur stattfindet, und engagiert sich im sozialen Freiwilligendienst mit Hund Lola. Besonders will sie sich einsetzen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem, das gleichzeitig Eigenverantwortung und Prävention fördert. «Pflegefachkräfte müssen in Rolle und Arbeitsbedingungen wesentlich gestärkt werden.» Ebenfalls spricht sie sich aus für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, die neue Technologien und innovative Konzepte systematisch nutzt und fördert für einen wirksamen Klima- und Umweltschutz. (mhu)