Brugg
«Sonst ist der Verkehrskollaps unausweichlich»: SP-Einwohnerräte fordern Ortsbus in 15-Minuten-Takt

Die Brugger SP-Einwohnerräte Ulrich Merholz und Reto Bertschi machen sich stark für eine bessere Erschliessung des Ortsteils Schinznach-Bad.

Michael Hunziker
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Viele Verbindungen – hier das Busterminal Campus – sind nur mit Umsteigen machbar.

Viele Verbindungen – hier das Busterminal Campus – sind nur mit Umsteigen machbar.

mhu

Die beiden Brugger SP-Einwohnerräte Ulrich Merholz und Reto Bertschi setzen sich ein für den Ausbau und die Verbesserung des Brugger Ortsbusnetzes. Konkret sollen die Frequenzen des öffentlichen Busverkehrs erhöht werden auf mindestens 15-Minuten-Takt im Stadtgebiet inklusive Windisch und Hausen. Ebenfalls soll der Ortsteil Schinznach-Bad besser mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen werden.

Ulrich Merholz ist Einwohnerrat der SP.

Ulrich Merholz ist Einwohnerrat der SP.

zvg

Der private Autoverkehr – sowohl die Berufs- als auch die Freizeitfahrten – stelle unbestritten eine der grössten Belastungen dar für Mensch und Umwelt, halten Merholz und Bertschi in der Begründung in ihrem Postulat fest und nennen die Stichworte Lärm, Abgase, Versiegelung, CO2 oder gesundheitliche Folgekosten.

Höhere Frequenzen senken die mentale Hürde

Darum muss, so die Meinung der beiden SP-Einwohnerräte, noch mehr dafür getan werden, zumindest den innerstädtischen Verkehrsbedarf auf entweder Fuss/Velo oder aber auf den öffentlichen Bus zu verlagern – um zum Beispiel nicht noch mehr Stau an und auf der Casinobrücke zu verursachen. «Städte, die erfolgreich in dieser Verlagerung sind, haben eine Kombination verschiedener Massnahmen umgesetzt», führen Merholz und Bertschi aus. Ein Faktor sei allen gemein: höhere Frequenzen im Öffentlichen Nahverkehr senken die mentale Hürde, Bus und Bahn zu nutzen, «weil das Erreichen des Ziels nicht mehr mit genauem Planen und langem Warten an der Haltestelle verbunden ist».

Reto Bertschi ist Einwohnerrat der SP.

Reto Bertschi ist Einwohnerrat der SP.

zvg

Mit den geplanten und absehbaren weiteren baulichen Verdichtungen in der Region Brugg sowie einhergehendem Bevölkerungswachstum müsse entsprechend ein kurz getaktetes und zuverlässiges System im Öffentlichen Nahverkehr bereitstehen, «denn sonst ist der totale Verkehrskollaps unausweichlich».

Strecke ist nur mit Umsteigen und Zeitverlust machbar

Der Ortsteil Schinznach-Bad, fahren Merholz und Bertschi fort, sei zwar mit den SBB an die Kernstadt Brugg angeschlossen. Doch einerseits liege der Bahnhof Schinznach-Bad unterhalb des Wohngebiets, «was besonders für ältere und gebrechliche Menschen ungünstig ist». Andererseits verkehre das Postauto nur im Stundentakt vom Zentrum Brugg bis zum Kurzentrum, was die innerstädtische niederschwellige Nutzung des Busses zwischen den Stadtteilen einschränke. Kurz:

«Weitere Haltestellen im Gebiet Schinznach-Bad wären deshalb wünschenswert.»

Darüber hinaus ist laut den SP-Einwohnerräten eine Verbindung zwischen den Stadtteilen Lauffohr, Umiken und Schinznach-Bad bis anhin nur mit Umsteigen am Bahnhof und dem entsprechenden Zeitverlust machbar. Das Gleiche gelte für die Verbindung von Hausen, Windisch nach Lauffohr, Umiken, Villnachern und Schinznach-Bad. Andere und zusätzliche Linienführungen als bisher würden möglicherweise darum den innerstädtischen Öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver machen.

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