Südwestumfahrung
Brugg sagt deutlich Ja zur Südwestumfahrung

Die Stimmbürger der Stadt Brugg haben dem Interessenbeitrag von 4,41 Millionen Franken für den Bau der Südwestumfahrung zugestimmt. Mit dem Zustimmung Bruggs geht das Vorhaben nun vor dem Grossen Rat.

Daniel Vizentini
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Die Südwestumfahrung (dicke, rote Linie) wird dem Waldrand folgen bis nach Hausen.

Die Südwestumfahrung (dicke, rote Linie) wird dem Waldrand folgen bis nach Hausen.

Barbara Adank

Die Brugger Stimmbürgerinnen und -bürger haben dem Interessensbeitrag von 4,41 Millionen Franken für den Bau der Südwestumfahrung zugestimmt: Mit 1797 Ja- zu 1178 Nein-Stimmen ist das Resultat klar; die Stimmbeteiligung lag bei 46 Prozent.

Die 46,5 Mio. Franken teure Südwestumfahrung, welche die Aarauerstrasse in Brugg mit der Autobahnzufahrt in Hausen verbinden wird, war im Vorfeld nicht unumstritten. «Etwas Bedenken im Hinblick auf die Abstimmung hatte ich schon», bekennt Daniel Moser. Als das Resultat feststeht, ist der Brugger Stadtammann erleichtert: «Ich habe grosse Freude. Dieses Resultat ist wichtig für die Weiterentwicklung der Stadt und der Region.» Moser unterstreicht die Bedeutung der Region: «Es ist wichtig, dass wir von der Selbstfokussierung wegkommen und uns auf die Region zubewegen.» Moser wertet das Resultat auch als «positives Zeichen für den Kanton, der sehr viel in die Region investieren will. Dieser erste Schritt ist bedeutend im Hinblick auf die Schritte 2, 3 und 4. Die Südwestumfahrung ist Voraussetzung für das kommende Projekt: Das Verkehrsmanagement, die Nordumfahrung von Windisch und die Anbindung ans Untere Aaretal.»

Was sagt Moser jenen 40 Prozent, die Nein gestimmt haben? «Ich sage ihnen, dass wir ihre Bedenken Ernst nehmen und ihre Änderungswünsche in die Arbeit einfliessen werden.» «Aber», fügt Moser hinzu: «Wer ernten will, muss zuerst säen. Das gestrige Resultat gehört für mich ins Kapitel ‹Säen›.» Nach der Zustimmung der Stadt Brugg geht das Vorhaben vor den Grossen Rat. Nach Projektauflage, Genehmigungsverfahren und Landerwerb ist frühestens 2014 mit dem Baubeginn zu rechnen.