Brugg
Projekt Süssbachunterführung ist angepasst: Nur eine neue Velorampe muss warten

Das Projekt Süssbachunterführung in Brugg ist überarbeitet. Der Kanton erklärt, warum eine verlässliche Aussage zum Terminprogramm aber noch nicht möglich ist.

Michael Hunziker
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Eng und steil präsentiert sich die Rampe auf der Nordseite heute.

Eng und steil präsentiert sich die Rampe auf der Nordseite heute.

Bild: mhu (14. November 2019)

Geplant und diskutiert wird schon eine ganze Weile: Nun liegt ein überarbeitetes Projekt vor für die Sanierung der Süssbachunterführung in Brugg.

Heute ist der Durchgang unter den Bahngleisen beim Firmenareal der Kabelwerke düster und eng. Nach umfangreichen Abklärungen legten der Kanton und die Stadt Ende 2019 die Projektunterlagen auf für den Um- und Ausbau zu einer kombinierten Fussgänger- und Radwegverbindung auf einer Länge von 82 Metern.

Eingebracht hat sich daraufhin Pro Velo Brugg-Windisch. Der überparteiliche Verein, der die Interessen der Velofahrerinnen und Velofahrer der Region vertritt, setzte sich ein für eine sichere und attraktive Radroute und kritisierte vor allem das Nordportal: mit der schmalen und steilen Rampe, dem unübersichtlichen Kurvenbereich oder der geplanten Schikane.

Ein toller Erfolg für Pro Velo Brugg-Windisch

Die Vorschläge von Pro Velo Brugg-Windisch seien wohlwollend aufgenommen worden, sagte Präsident Hörby Künzi kürzlich an der Onlinemitgliederversammlung im Februar. «Das ist ein toller Erfolg.» Sowohl auf Brugger wie auf Windischer Seite sind neu breitere Rampen mit weniger Neigung vorgesehen.

Beabsichtigt ist weiter, die Schikanen zu versetzen, die Kurve zu entschärfen, einen Spiegel anzubringen für eine bessere Einsehbarkeit sowie eine Alarmanlage zu installieren, um vor Hochwassern zu warnen. Rund alle 10 Jahre, so die Prognose, kann der Süssbach über das Ufer treten und die Unterführung fluten.

Eine Forderung von Pro Velo Brugg-Windisch war ebenfalls eine alternative Erschliessung des Nordportals. Diese Variante mit der direkten Verbindung über eine Rampe zum Parkplatz auf der Privatparzelle bis zur Fröhlichstrasse werde im Rahmen des vorliegenden Projekts allerdings nicht weiterverfolgt, heisst es auf Nachfrage beim Kanton.

«Sie kann aber zu einem späteren Zeitpunkt in einem neuen Projekt wieder aufgenommen werden», sagt Simone Britschgi, stellvertretende Leiterin Kommunikation beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Neben Fragen zur Hochwassersicherheit sei dann auch die Linienführung mit den damit verbundenen Einschränkungen für die Grundeigentümer zu verhandeln.

In nächstem Schritt sind Grundeigentümer gefragt

Das Projekt Süssbachunterführung sei inzwischen, soweit möglich, entsprechend den in den Einwendungen formulierten Anträgen angepasst. Als nächster Schritt werde die Zustimmung von den betroffenen Grundeigentümern eingeholt. «Anschliessend werden wir den Einwendern unsere abschliessende Stellungnahme mit der Möglichkeit zum Einwendungsrückzug zustellen», erklärt Simone Britschgi.

Nach der Behandlung allfälliger verbleibender Einwendungen könne die definitive Genehmigung beziehungsweise Gutheissung des Projekts gemäss Baugesetz erfolgen, anschliessend der Landerwerb, die Ausschreibung der Bauarbeiten sowie die Ausführung. «Alle Schritte sind mit Unsicherheiten behaftet, weshalb eine ver­lässliche Aussage zum Terminprogramm nicht möglich ist», antwortet Simone Britschgi auf die Frage zum möglichen Zeitrahmen.