Brugg
Mit Bärlapp im Mund Feuerspucken – Kinderzirkus Kunterbunt sorgt für einen krönenden Ferienabschluss

In diesem Jahr steht das Zelt wieder auf dem Abenteuerspielplatz neben dem Hallenbad. Vom 2. bis 6. August lassen Jung und Alt die Faszination Zirkus aufleben. Die Woche kulminiert in einer Vorstellung vor leeren Publikumsrängen, aber nicht ohne Zuschauer.

Carla Honold
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Artistischer Leiter Thomy Widmer mit Emil (11) beim Fakirstand.

Artistischer Leiter Thomy Widmer mit Emil (11) beim Fakirstand.

Carla Honold / Aargauer Zeitung

«Diese Woche hat uns im letzten Jahr sehr gefehlt», sagt Thomy Widmer, der artistische Leiter des Zirkus Kunterbunt. Umso mehr freut sich die Truppe, bestehend aus 28 Kindern sowie 12 Leiterinnen und Leitern, nach coronabedingter Pause wieder auf dem Abenteuerspielplatz in Brugg zusammen zu sein. Dieses Jahr kreieren sie eine Vorstellung zum Thema «Ziitreis».

Das Vertikaltuch: Eines der beliebtesten und anstrengendsten Elemente im Zirkus Kunterbunt.

Das Vertikaltuch: Eines der beliebtesten und anstrengendsten Elemente im Zirkus Kunterbunt.

Carla Honold / Aargauer Zeitung

In sechs Gruppen entstehen im Verlauf der Woche sieben Nummern. Von Fakiren und Clowns bis hin zum Ansageteam sind die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren im Einsatz. Trotz dieser teilweise grossen Altersunterschiede seien alle vollkommen integriert, erklärt Widmer stolz und ergänzt:

«Das Gemeinschaftsgefühl ist dieses Jahr sogar noch etwas intensiver und harmonischer als sonst.»

Ritueller Teil der Sommerferien

Die Zirkuswoche ist schon seit 2002 fester Bestandteil der Spielplatzagenda und zahlreicher Ferienpläne. Viele Kinder sind schon zum fünften oder sechsten Mal in der Manege zu sehen. Andere haben sich abseits vom Rampenlicht zu Leiterinnen und Leitern gemausert. «Unser Zirkus schafft Verbindungen», betont Widmer. Ehemalige wie Alina Keller bezeugen das. Als Siebenjährige war sie das erste Mal dabei und jetzt leitet sie hinter den Kulissen die Direktion.

Carla Honold

Neben ihr engagieren sich Eltern, Mitglieder des Abenteuerspielplatzvereins und weitere Zirkusenthusiasten, um die Vorstellung auf die Beine zu stellen. Sie erfüllen Deko- und Kostümwünsche, sorgen sich um die Verpflegung und die Technik. «Auch unter uns Erwachsenen herrscht eine tolle Stimmung», sagt Alina Keller.

Das Publikum bleibt im Wohnzimmer

Am Freitag präsentieren die jungen Artistinnen und Artisten ihre ausgeklügelten Nummern in einer Vorstellung. «Die ist aber nur das Sahnehäubchen. Hauptsächlich geht es um das Erlebnis während der Woche», erzählt Widmer. In diesem Jahr findet die Vorstellung ohne Publikum statt. Eltern, Grosseltern und andere Eingeladene können die Darbietung via Livestream verfolgen.

Das Lächeln bleibt trotz Glasscherben im Rücken und Nagelbrett auf dem Bauch: Emil (unten) mit Louis und Yann (oben).

Das Lächeln bleibt trotz Glasscherben im Rücken und Nagelbrett auf dem Bauch: Emil (unten) mit Louis und Yann (oben).

Carla Honold / Aargauer Zeitung

Unterstützt durch Sponsoren kann der Zirkus Kunterbunt den diesjährigen Ausfall von Kollekte und Buffets kompensieren. Grund zur Freude gibt es im nächsten Jahr, weil das 20-Jahr-Jubiläum ansteht. «Wir hoffen, dass wir dann alle zusammen gross feiern können», sagt Ulrike Rothenhäusler, Mitglied des OKs.

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