Brugg
Neuauflage für das Geschäftshaus, das die «Villa Lüthi» ersetzen soll

Das Projekt an der Bahnhofstrasse 24 in Brugg ist auf der Grundlage der neuen Bau- und Nutzungsordnung komplett überarbeitet worden.

Claudia Meier
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Die neue Visualisierung zeigt das überarbeitete Geschäftshaus, das an der Bahnhofstrasse 24 entstehen soll.

Die neue Visualisierung zeigt das überarbeitete Geschäftshaus, das an der Bahnhofstrasse 24 entstehen soll.

Zvg/Architheke AG/
Nightnurse Images Gmbh

Im Idealfall erfolge der Baustart für das Geschäftshaus in Brugg im Sommer 2020, der Bezug ab 2022, sagte Bauherr Florian Schneider, als er sein Projekt im Oktober 2019 den Medien vorstellte. Inzwischen ist klar: Der Terminplan hat sich nach hinten verschoben. Grund dafür ist nicht die Coronapandemie, sondern primär die revidierte Bau- und Nutzungsordnung der Stadt Brugg, die im Frühling dieses Jahres Rechtskraft erlangt hat.

Florian Schneider vom Brugger Büro FSP Notare AG nutzte die neue Ausgangslage, um das Bauvorhaben, in dem künftig sein Unternehmen Räumlichkeiten beziehen wird, zu überarbeiten. Mit dem vorliegenden Projekt wird die Ausnützungsziffer fast vollständig ausgereizt.

Die Baukosten belaufen sich auf über 6,2 Millionen Franken

In den Baugesuchsunter-lagen, die noch bis am 4. Oktober bei der Abteilung Planung und Bau öffentlich aufliegen, ist von Baukosten von total 6,2 Millionen Franken die Rede. Die bestehende «Villa Lüthi» soll abgerissen werden.

Die Bauprofile zeigen, wie viel höher der Neubau gegenüber der alten «Villa Lüthi» werden wird.

Die Bauprofile zeigen, wie viel höher der Neubau gegenüber der alten «Villa Lüthi» werden wird.

Bild: Claudia Meier (6.September 2021)

An ihrer Stelle wird an der Bahnhofstrasse 24 ein viergeschossiger Neubau mit Attikageschoss sowie zwei Untergeschossen realisiert. Im Erdgeschoss ist ein Gastrobetrieb vorgesehen, das erste und zweite Obergeschoss ist für Büronutzung konzipiert; im dritten Ober- und im Attikageschoss sind Wohnungen geplant. Speziell ist, dass die Erschliessung für die Parkierung in den beiden Untergeschossen aus Platzgründen über einen Autolift erfolgen wird.

Baustart soll frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgen

Ob die obersten Geschosse dereinst tatsächlich als Wohnungen genutzt werden, steht noch nicht fest. Für das Geschäftshaus seien viele Mietinteressenten vorhanden, sagt Florian Schneider. Der Bauherr will schrittweise vorgehen. Sein nächstes Ziel ist der Erhalt der Baubewilligung. Schneider ergänzt:

«Wie die Nutzung am Schluss aussehen wird, weiss ich aktuell selber noch nicht.»

Er lasse es sich bewusst offen und versuche, auch auf Unerwartetes schnell reagieren zu können. «Die heutige Zeit zeigt einmal mehr, dass man flexibel sein sollte», hält er fest und verweist doch noch auf die Coronapandemie.

Klappt es mit der Baubewilligung, wird der Baustart frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgen. Bei der Bahnhofstrasse, hob Architekt Beat Klaus vom Büro Architheke AG 2019 hervor, handle es sich um einen wichtigen städtebaulichen Ort in Brugg, der seine Bedeutung der Eisenbahngeschichte zu verdanken habe.

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