Brugg
Lastwagen prallt gegen Lichtsignalanlage – wie der Schaden behoben wird

Am Dienstagnachmittag prallte ein Lastwagen in Brugg gegen den Mast einer Lichtsignalanlage und richtete damit grossen Schaden an. Der Chauffeur wurde leicht verletzt. Die Ampelanlage ist ausser Betrieb. Bis sie repariert werden kann, dürfte es einige Woche dauern.

Claudia Meier, Catarina Martins
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In Brugg ging am Dienstagnachmittag an der Casino-Kreuzung nichts mehr: Ein Muldenkipper rollte um 15.20 Uhr vom Zentrum kommend über die Aarebrücke auf die Kreuzung zu, wo dessen Fahrer nach rechts abbiegen wollte. Dieser verlor jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug, wobei der 70-Jährige frontal gegen den massiven Mast der Lichtsignalanlage fuhr.

Der Lenker wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht. «Wie sich zeigte, war er bis auf eine Schürfung an der Hand unverletzt», schreibt die Kantonspolizei (Kapo) Aargau in einer Mitteilung. Am Lastwagen sowie am schräggedrückten Tragwerk der Signalanlage entstand grosser Schaden.

Der 70-jährige Lenker blieb unverletz.
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An der Casino-Kreuzung ging am Dienstagnachmittag nichts mehr.
Wie hoch der Sachschaden ist, lässt sich noch nicht sagen.

Der 70-jährige Lenker blieb unverletz.

Kapo AG

Die Unfallursache ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ordnete beim Fahrer eine Blut- und Urinprobe an. Die Kapo Aargau nahm ihm den Führerausweis vorläufig ab. Der stark beschädigte Lastwagen blockierte die Strasse und musste geborgen werden. Gleichzeitig sorgte der Unfall dafür, dass die Lichtsignalanlage auf der gesamten Kreuzung ausfiel.

Schadenshöhe wird auf 50'000 bis 100'000 Franken geschätzt

Durch den Vorfall bildeten sich in der Region Brugg lange Staus. Die Unfallstelle war um 20.30 Uhr geräumt. Die Feuerwehr und später ein privater Sicherheitsdienst regelten danach den Verkehr auf der Kreuzung.

Die Postauto-Linien, die normalerweise über die Mittlere Umfahrung verkehren, wurden bis am Abend durch die Brugger Altstadt umgeleitet. Laut der Postauto-Sprecherin hatten die betroffenen Linien zu Beginn über zehn Minuten Verspätung.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens an der Lichtsignalanlage können noch keine genauen Angaben gemacht werden. Daniel Schwerzmann, Unterabteilungsleiter Verkehrsmanagement beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), schätzt die Kosten auf 50'000 bis 100'000 Franken. «Der Träger mit den Überkopfwegweisern muss neu gemacht werden», sagt Schwerzmann.

Am Mittwochnachmittag wird ein Provisorium eingerichtet

Bis die Lichtsignalanlage definitiv repariert wird, kann es laut dem BVU-Vertreter bis zu drei Monate dauern, weil dies auch von der Verfügbarkeit des benötigten Materials abhängig ist. Deshalb wird am Mittwochnachmittag ein Provisorium aufgestellt. Bis dieses – idealerweise spätestens bis zum Feierabendverkehr – einwandfrei funktioniert, bleibt der Verkehrsdienst noch vor Ort im Einsatz.

Nicht beschädigt durch den Unfall sei das Steuerungsgerät, fügt Daniel Schwerzmann an. Somit würden mit dem Provisorium die Grünphasen wie bisher funktionieren. Der Verkehrsfluss werde laufend beobachtet.