Schokoladen-Spezialität

Brugg ist um eine süsse Spezialität reicher – eine Lehrerin profitiert

Zwei Maturandinnen haben sich auf Empfehlung ihrer Geografielehrerin mit den drei ältesten Gebäuden der Stadt beschäftigt. Passend dazu lanciert das Café Papillon in Lauffohr, wo Lehrerin Marianne Wülser mitbeteiligt ist, eine neue Schoggikreation.

Am 30. April, anlässlich ihres 10-Jahr-Jubiläums, bringt das Café-Confiserie Papillon in Brugg-Lauffohr eine neue süsse Verführung auf den Markt – den Schwarzen Turm. Entstanden aus der Zusammenarbeit mit den Maturandinnen Anne Auderset und Flavia Hänsli von der Alten Kantonsschule Aarau. Die beiden haben in ihrer Arbeit «Die Schokoladenseite der Stadt Brugg» thematisiert. Den Fokus haben sie dabei auf drei spezifische Gebäude der Stadt, den Schwarzen Turm, die Stadtkirche und den Sternen gerichtet.

Geografielehrerin als Betreuerin

«Ich hätte als Maturaarbeit erst gerne den Wakker-Preis der Stadt Aarau aufgegriffen – zusammen mit einem praktischen Ansatz», sagt Flavia Hänsli. Für diese Idee konnte sie ihre Kollegin Anne Auderset gewinnen. Den Vorschlag präsentierten sie ihrer Geografielehrerin Marianne Wülser. Die Lehrerin wiederum brachte die beiden auf die Idee, sich auf die Stadt Brugg zu fokussieren, zumal sie und ihr Mann seit einiger Zeit planten, im Papillon eine neue süsse Kreation zu lancieren. Damit war der Weg geebnet, für die Maturaarbeit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – eine geschichtliche, geografische Aufarbeitung und ein praktischer, süsser Ansatz. «Selbstverständlich liess ich den beiden die Wahl», betont die Geografielehrerin und Maturaarbeit-Betreuerin.

Anne Auderset und Flavia Hänsli entschieden sich dafür, der Geschichte der drei Stadtmerkmale auf den Grund zu gehen. «Es war recht intensiv, doch mit dem Resultat sind wir mehr als zufrieden», sagt Anne Auderset. Die Idee der beiden jungen Frauen, zu ihrer Arbeit auch etwas Bleibendes umzusetzen, traf sich wunderbar mit unserem Projekt, so Peter Wülser, der mehr als 30 Jahre Erfahrung als Konditor und Confiseur hat. Entstanden ist nun die neue Brugger Spezialität – aus knusprig-leichtem Nussgebäck mit gerösteten Pistazien-, Hasel- und Mandelkernen in nussiger Creme mit leichtem Caramelgeschmack, umhüllt mit zart schmelzender Schokolade.

Stadtführung als Start

Um das Projekt «Die Schokoladenseite der Stadt Brugg» auch in die Tat umsetzen zu können, haben Anne und Flavia erst an einer Stadtführung in Brugg teilgenommen und anschliessend mit verschiedenen Bruggern Interviews geführt. Unter anderem mit dem Historiker Titus Meier. «Das erleichterte uns beiden, die wir ja nicht von hier sind, den Einstieg in die Materie», sagen sie.

Ihr Ziel, sowohl die Bereiche Politik, Gesellschaft und Wirtschaft einzubinden, gelang ihnen wunderbar. «Beim Schwarzen Turm kam die Politik zum Tragen, bei der Aufarbeitung der Geschichte der Stadtkirche die Gesellschaft und beim Sternen die Wirtschaft», halten Anne und Flavia erfreut fest. Zudem kam auch das Gestalterische, das Praktische, das beiden wichtig war, nicht zu kurz. Sie durften für die süsse Neukreation die Banderole kreieren. Darauf ein komprimierter geschichtlicher Abriss zum jeweiligen Gebäude. Am 30. April kommt der Schwarze Turm ins Sortiment, später werden auch die Stadtkirche und der Sternen folgen. Geschichte zum Anbeissen halt.

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