Brugg
Die Stadtbibliothek zieht an den temporären Standort Effingerhof

Gross ist die Freude beim Brugger Stadtrat: An der Urne hat das Stimmvolk der Bibliotheksvorlage klar zugestimmt. Vizeammann Leo Geissmann freut sich auf den Einzug im Effingerhof mit dem erweiterten Angebot.

Michael Hunziker
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Mit dem Umzug in den Effingerhof kann das Angebot stark ausgebaut werden.

Mit dem Umzug in den Effingerhof kann das Angebot stark ausgebaut werden.

Visualisierung: zvg

Für eine moderne, professionell geführte Stadtbibliothek: An der Urne hat das Brugger Stimmvolk am Sonntag den Umzug an den temporären Standort Effingerhof sowie die Überführung in die städtische Verwaltung klar genehmigt mit 2937 Ja- gegen 1389 Nein-Stimmen. Bewilligt sind damit die jährlich wiederkehrenden Personalkosten von durchschnittlich 263'600 Franken sowie die jährlich wiederkehrende Betriebskosten von durchschnittlich 206'600 Franken. Die Stimmbeteiligung betrug 56,9%.

Entstehen soll ein Ort zur Informationsvermittlung und -beschaffung, ein Ort der Begegnung und des Austauschs, ein generationenübergreifender Treffpunkt. Der Stadtrat freut sich sehr über das Ergebnis und bedankt sich beim Souverän für die deutliche Zustimmung, heisst es in einer Mitteilung.

Bekenntnis der Bevölkerung für einen Ausbau

Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne) spricht von einem Gewinn für die Stadt. Auch Vizeammann und Kulturminister Leo Geissmann (Die Mitte) äussert sich sehr zufrieden über die eindeutige Zustimmung, auf die er fest gehofft habe. Es handle sich um ein Bekenntnis der Bevölkerung, dass der Ausbau gewünscht sei, um eine Anerkennung für die Bemühungen, die Stadtbibliothek zu einem zeitgemässen Betrieb zu entwickeln, ist er überzeugt.

Der Prozess begleite ihn seit seinem Amtsantritt vor acht Jahren, blickt Geissmann zurück. Nun habe ein weiterer Meilenstein erreicht werden können bei der Umsetzung des Bibliothekskonzepts. Sein Dank gelte dem Vorstand und den Bibliothekarinnen für ihr tatkräftiges Engagement, hebt der Vizeammann hervor. Er freue sich auf den Einzug im Effingerhof mit dem erweiterten Angebot.

Aufwand übersteigt Möglichkeiten des Vereins

Aktuell wird die Stadtbibliothek von einem Verein betrieben im Zimmermannhaus. Die Ausweitung des Angebots oder die räumlichen und finanziellen Mittel sind seit längerem ein Diskussionspunkt. Eingeleitet wurde ein Entwicklungsprozess, erarbeitet und 2018 fertiggestellt ein Bibliothekskonzept.

Um dieses umsetzen zu können – der Aufwand übersteigt die Möglichkeiten des Vereins und des ehrenamtlich tätigen Vorstands –, wird die Stadtbibliothek auf den 1. Januar 2022 in die städtische Verwaltung überführt und dem Ressort Finanzen und Kultur angegliedert. Die bisherigen Mitarbeiterinnen werden von der Stadt angestellt sein. Vorgesehen sind 250 Stellenprozente.

Vorhaben «Alte Post» zieht sich in die Länge

Ein Umzug der Stadtbibliothek war 2019 ein Thema mit dem Projekt «Zentralisierte Verwaltung»: Geplant war der Standort in der geplanten neuen Überbauung auf dem Areal «Alte Post». Das Verfahren allerdings zieht sich in die Länge, das Vorhaben ist nach wie vor blockiert wegen Einsprachen. Die Gestaltungspläne sind vom Kanton «zu neuem Entscheid» an den Stadtrat zurückgewiesen worden.

Mit der temporären Verlegung der Stadtbibliothek in den zentral gelegenen Effingerhof wird die heutige Bibliotheksfläche auf rund 340 Quadratmetern mehr als verdoppelt. Der Raum kann für die nächsten fünf Jahre gemietet werden, es besteht die Möglichkeit einer Verlängerung.

Eingerichtet werden kann die Stadtbibliothek im zentral gelegenen Effingerhof.

Eingerichtet werden kann die Stadtbibliothek im zentral gelegenen Effingerhof.

Visualisierung: zvg

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