Brugg
Die kleinsten Kunden erhalten einen IT-Service wie sonst nur die Grossunternehmen

Das von Fachhochschulstudenten gegründete Start-up Teqly in Brugg lanciert ein neues Angebot für KMU. Die komplette IT-Infrastruktur kann zum Fixpreis bezogen werden. «Das schafft Luft für das Kerngeschäft», hält das junge Unternehmen fest.

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Hardware, Software und Support können zum Fixpreis gemietet werden (Symbolbild).

Hardware, Software und Support können zum Fixpreis gemietet werden (Symbolbild).

Bild: Severin Bigler

(mhu) Teqly, ein junges IT-Start-up mit Standorten in Brugg und Buttwil, lanciert ein neues Serviceangebot. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre IT-Infrastruktur zum Fixpreis zu mieten: Hardware, Software und Support.

Schnell und einfach können einzelne Komponenten oder ganze Firmennetzwerke modular und ohne Investitionskosten bezogen werden, hält Teqly fest und betont, dass sich das Angebot stark vom klassischen Leasing unterscheidet. Denn es handle sich um ein Komplettpaket von der Finanzierung über die Beschaffung und den Unterhalt bis zum Austausch.

Das erleichtert, fügt das Start-up an, vor allem kleinen Unternehmen die Planung, da bei der Informatik bereits zu Jahresbeginn die genauen Kosten bekannt seien. «Durch den regelmässigen Austausch von Hardware wird auch die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Systeme erhöht.»

Die Komplexität ist gestiegen

Gegründet wurde die Teqly GmbH im Frühling 2020 von Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz. Das IT-Start-up ist überzeugt, den Nerv der Zeit zu treffen, gerade in der aktuellen Krise. Kleine und mittlere Unternehmen könnten auch mit kleinem Budget die Digitalisierung und Modernisierung vorantreiben und sich weiterentwickeln. «Die Komplexität von IT-Infrastrukturen ist in den letzten Jahren stark angestiegen», führt Teqly weiter aus. Und:

«Wo früher noch einfache Installationen ihren Dienst taten, stehen heute komplexe, vernetzte Systeme im Einsatz.»

Das für den Betrieb dieser Systeme nötige Know-how könne vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen nicht immer intern beschafft werden, müsse also extern eingekauft werden. Oftmals seien mehrere Dienstleister involviert, was die Intransparenz steigere und potenzielle Doppel­spurigkeiten nach sich ziehen könne.

Dank dem neuen Ansatz von Teqly «werden Dinge zusammengeführt, die schon immer zusammengehört haben», heisst es in einer Medienmit­teilung. Und: «Auch kleinste Kunden mit nur einem Endgerät profitieren dank dem zentralen Servicedesk von einem Service, den es sonst nur in Grossunternehmen gibt. Bei mittleren Kunden lassen sich Administrations- und Investitionskosten auf ein Minimum reduzieren. Das schafft Luft für das Kerngeschäft.»

Swissness kehrt zurück in die Serverschränke

Nicht zuletzt weist das IT-Start-up darauf hin, dass mit diesem Service auch Swissness zurückkehrt in die Serverschränke von KMU: Die Desktops und Server werden vom Unternehmen Prime Computer aus St. Gallen entwickelt und produziert.

Dank diesem lokalen Ansatz will sich Teqly ebenfalls von anderen Angeboten abheben und nennt gleichzeitig die Stichworte Produktionsqualität und Produktionsbedingungen sowie Nachhaltigkeit.