Brugg
Die Freizeitanlage zählt im Coronajahr einen Viertel weniger Badigäste als im 2019

Während des Lockdowns zeigte sich, dass das Hallenbad Brugg sehr sanierungsbedürftig ist. Wie viele Millionen Franken für die Gebäudesanierung im Investitionsplan dafür vorgesehen sind.

Claudia Meier
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Das Hallenbad Brugg mit der filigranen Konstruktion von Heinz Isler hat Baujahr 1981.

Das Hallenbad Brugg mit der filigranen Konstruktion von Heinz Isler hat Baujahr 1981.

Bild: Maja Reznicek

Trotz Coronapandemie und einer um einen Monat kürzeren Saison war die Besucherzahl im Freibad Brugg im letzten Jahr mit 44'368 Gästen vergleichbar mit dem Jahr 2019, als 47'099 Personen gezählt wurden. Deutlich grösser ist die Differenz beim Hallenbad: Im ersten Coronajahr kamen 55'335 Badigäste (Vorjahr: 81'758 Personen). Insgesamt haben im vergangenen Jahr somit mit 99'703 Gästen rund 30'000 Personen weniger als im 2019 (total: 128'857 Gäste) die Badeanlage der Stadt Brugg besucht.

Aus den Eintrittsgebühren resultierten Einnahmen von 366'284 Franken (im 2019 waren es 496'012 Franken). Das ist sogar ein besseres Ergebnis als die Eintrittsgebühren im 2014 in der Höhe von 353'081 Franken, dem schlechtesten Jahr seit 2010. Damals gab es einen miesen Sommer und im Hallenbad standen Revisionsarbeiten an.

Erhebliche Wasserschäden wurden notdürftig behoben

Coronabedingt musste das Hallenbad im vergangenen Jahr vom 16. März bis 8. Juni und ab Mitte Dezember schliessen. Die Angst vor Ansteckungen habe viele Besucher davon abgehalten, das Hallenbad zu besuchen, heisst es im Rechenschaftsbericht 2020 der Einwohnergemeinde Brugg. Von März bis Ende Jahr brachen auch die Mieteinnahmen für Wasserflächen weg und Eintritts-Abos mussten kostenlos verlängert werden.

«Im Laufe des Lockdowns hat sich gezeigt, dass das Hallenbad sehr sanierungsbedürftig ist», steht im Rechenschaftsbericht. In verschiedenen Nassräumen seien erhebliche Wasserschäden gefunden worden, die notdürftig behoben werden mussten. So wurden ein Teil der Warmwasseraufbereitung und Sanitärrohre korrosionsbedingt ausgewechselt respektive ausgebaut.

Die Erkenntnisse aus diesen Schäden sind in die «Analyse Hallenbad Brugg», welche die Basis für die angekündigte Sanierung bildet, eingeflossen. Die Gebäudesanierung Hallenbad ist im aktuellen Investitions- und Finanzplan der Einwohnergemeinde Brugg bis im Jahr 2025 vermerkt. Dafür sind ab 2022 über vier Jahre hinweg insgesamt 7,4 Mio. Franken an Investitionen vorgesehen