Brugg
«Applaus wollte fast nicht enden»: Geiger Sebastian Bohren und Kammerorchester Basel geben gemeinsames Konzert

Am Sonntag fanden sich 300 Klassikfans aus dem ganzen Kanton in der reformierten Stadtkirche in Brugg ein. Für den Veranstalter war der Neujahrsanlass ein voller Erfolg.

AZ
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Geiger Sebastian Bohren und Konzertmeister Alexander Janiczek spielen im Doppel.

Geiger Sebastian Bohren und Konzertmeister Alexander Janiczek spielen im Doppel.

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Mit der Serenade «Eine kleine Nachtmusik» von Mozart stimmte das Kammerorchester Basel das Publikum am Sonntagabend ein. 300 Besucherinnen und Besucher hatten sich für das Neujahrskonzert am 2. Januar im Rahmen der Klassikreihe Stretta Concerts in der Brugger Stadtkirche eingefunden. In der Mitteilung zum Anlass heisst es:

«Konzertmeister Alexander Janiczek motivierte das Orchester von Beginn weg zu enthusiastischem, schwungvollem Spiel.»

Dann betrat Geiger Sebastian Bohren die Bühne. «Nichts war von der Anspannung zu spüren, die er wohl trotz Routine noch immer vor derart grossen Leistungen haben dürfte.» Der 34-Jährige habe das Violinkonzert Nr. 5 von Mozart souverän gespielt und grossen Applaus erhalten. Bohren veröffentlichte vor geraumer Zeit das türkische Konzert, wie das Werk auch genannt wird, auf CD und «war damit bei der Fachpresse auf Begeisterung gestossen».

Das Kammerorchester Basel brachte grosse Spielfreude nach Brugg.

Das Kammerorchester Basel brachte grosse Spielfreude nach Brugg.

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Eine Fülle an Klangfarben entfaltete das Kammerorchester Basel anschliessend in der Sinfonie Nr. 33 von Mozart. Dazu trug gemäss Mitteilung insbesondere der Einsatz der Bläser bei.

Stretta Concerts denkt über zukünftige Neujahrskonzerte nach

Sebastian Bohren setzte mit der «Teufelstrillersonate» zum Schlussfeuerwerk des Events an. Laut dem Violinisten erzählt Giuseppe Tartini über sein Werk, der Teufel persönlich sei ihm im Traum erschienen und habe auf seiner Geige gespielt.

Geiger Sebastian Bohren.

Geiger Sebastian Bohren.

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Bohren sagt:

«Als der italienische Barockkomponist aufwachte, konnte er sich nur noch an den teuflischen Doppeltriller erinnern, an dem sich heute die Violinisten die Finger wund üben.»

Sebastian Bohren habe bewiesen, so die Mitteilung, wie packend das Stück gespielt werden könne. «Kein Wunder, wollte der Applaus fast nicht mehr enden.» Als Zugabe gab es am Brugger Neujahrskonzert die «Sicilienne» von Maria Theresia von Paradis und von Béla Bartók ein Duo für zwei Violinen zu hören.

Der Veranstalter zieht zum Anlass eine positive Bilanz, bezeichnen ihn als grossen Erfolg. Man würde im Rahmen von Stretta Concerts nun darüber nachdenken, auch in kommenden Jahren wieder ein Neujahrskonzert zu organisieren.

Klassikreihe Stretta Concerts: Weitere Anlässe in der reformierten Stadtkirche Brugg am 4. März mit dem Kölner Kammerorchester und Christoph Poppen sowie am 20. März mit dem Tetzlaff Quartett. Kollekte. Weitere Informationen auf der Website.

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