Brugg
Das erste Elektro-Postauto der Nordwestschweiz: So fällt die Bilanz nach zwei Monaten Betrieb aus

Im Juni wurde das strombetriebene Fahrzeug am Brugger Bahnhof eingeweiht. Im Gegensatz zum Badener Elektrobus auf der Linie 5 ist es bis heute unterwegs. Nach den ersten zwei Monaten im Einsatz zieht PostAuto Schweiz für den Brugger Bus eine positive Bilanz.

Carla Honold
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Über einen Bügel wird das Postauto am Bahnhof Brugg geladen.

Über einen Bügel wird das Postauto am Bahnhof Brugg geladen.

Alex Spichale / 9. Juni 2021

Zwei Monate nach der Einweihung der Badener Elektrobusse sind auf der Strecke wieder dieselbetriebene Busse im Einsatz. Wie es rund zwei Monate nach der Betriebsaufnahme des ersten batteriebetriebenen Elektro-Postautos der Nordwestschweiz in Brugg/Windisch aussieht, berichtet PostAuto Schweiz.

Das Postauto fuhr schon 5722 Kilometer

«Der Betrieb des neuen Elektrobusses in Brugg funktioniert bis anhin einwandfrei», freut sich Urs Bloch, Mediensprecher von PostAuto Schweiz. Eingeweiht wurde das Fahrzeug in Brugg, etwa gleichzeitig wie die Badener Busse, Mitte Juni. Seit dem Start des Projekts hat das Elektro-Postauto schon 5722 Kilometer zurückgelegt.

Die vier elektrisch angetriebenen Busse, die an den Wendepunkten der Linie 5 in Ennetbaden und auf der Baldegg aufgeladen wurden, hatten mit dem Ladebügel und der Batterie Probleme. Ihr Betrieb wurde daraufhin im August vorläufig eingestellt. Im Gegensatz zu den Fahrzeugen in Baden scheint das Brugger Postauto, das mittels eines Solarpanels geladen wird, bestens zu funktionieren. Bloch bestätigt:

«Bis jetzt gab es keine Komplikationen im Betrieb.»

Auch die Fahrgäste und das Personal zeigen sich gemäss Bloch zufrieden. «Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv.» In der Startphase würde das Fahrzeug auf flachen und daher topografisch einfachen Linien eingesetzt. Die vom Postauto befahrene Strecke eigne sich zudem durch ihre Kürze, so Bloch.

Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Bushaltestelle

Bevor das Elektro-Postauto an Wochentagen Kurs in Richtung Unterwindisch oder an Wochenenden nach Schinznach-Bad aufnimmt, wird es in Brugg zwischengeladen. An der Haltestelle Brugg, Bahnhof/Campus installierte das Energieversorgungsunternehmen IBB aus Brugg eine Solarstromanlage auf dem Dach. Während der Wartezeit werden die Batterien des Elektro-Postautos mit dem sonnenerzeugten Strom der Fotovoltaikanlage aus einem Zwischenspeicher geladen.

«Theoretisch hat der Bus am Bahnhof Brugg zwölf Minuten Zeit, um die Batterie nachzuladen. Da die Strecken zwischen dem Ladevorgang eher kurz sind, braucht der Bus nicht die ganze Ladezeit», berichtet Bloch. Das Elektro-Postauto fährt nach seinem Arbeitstag zurück ins Depot und muss dort nicht einmal während der Nacht aufgeladen werden.

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