Brugg
Café Fridolin: Sie wagen den Neustart mit Pizokels und Take-away

Am 1. November öffnen Carlo Uffer und Lorraine Meier in der unteren Brugger Altstadt die Tür zum Café Fridolin. Was die Gäste erwartet.

Claudia Meier
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Carlo Uffer und Lorraine Meier hauchen dem Café Fridolin neues Leben ein.

Carlo Uffer und Lorraine Meier hauchen dem Café Fridolin neues Leben ein.

Claudia Meier

Während der neun Wochen alte Laurin friedlich im Kinderwagen schläft, haben seine Eltern alle Hände voll zu tun. Noch ist das Café Fridolin in der Brugger Altstadt zwar geschlossen, aber am Montag, 1. November, können die Gäste hier wieder einkehren: Die frischgebackenen Eltern und ausgebildeten Köche Carlo Uffer und Lorraine Meier wagen einen Neuanfang. Was es heisst, einen Gastrobetrieb zu führen, weiss das Paar.

Der Nachwuchs hat das Paar zum Umzug bewogen

Vier Jahre lang hat es die Gäste im «La Scuntrada» im bündnerischen Tinizong verwöhnt. Das beliebte Restaurant, das in einer ehemaligen Turnhalle beheimatet ist, bietet Platz für 80 bis 100 Gäste und wird von einem Förderverein getragen.

Mögliches Tagesmenü: Weissweinrisotto mit sautierten Steinpilze.

Mögliches Tagesmenü: Weissweinrisotto mit sautierten Steinpilze.

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In der Hochsaison hatten Carlo Uffer und Lorraine Meier bis zu fünf Angestellte. Sechs-Tage-Woche und lange Arbeitszeiten waren die Regel. Über seinen Vater, der in Savognin aufwuchs, ist Carlo Uffer von Kindsbeinen an mit dem Bündnerland verbunden. Auch Lorraine Meier fühlte sich in den Bergen wohl, weil sie die Natur liebt. Mit Bündner Spezialitäten und grossen Cremeschnitten haben sich die Gastgeber einen Namen gemacht.

Die grossen Cremeschnitten sind eine Spezialität von Lorraine Meier.

Die grossen Cremeschnitten sind eine Spezialität von Lorraine Meier.

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Zum Neustart im Unterland sagt der 37-jährige Carlo Uffer: «Als sich Sohn Laurin ankündigte, war für Lorraine und mich klar, dass wir unser Leben anders organisieren müssen.» Sie machten sich auf die Suche nach einem Lokal, das kleiner und in erster Linie auf den Tagesbetrieb ausgerichtet ist. Weil Carlo Uffer in Bellikon aufgewachsen ist, lag es auf der Hand, sich im Kanton Aargau nach einer Kantine oder einem Café umzusehen. Für die Kinderbetreuung bekommt das Paar Unterstützung aus den eigenen Familien.

Ein Tagesmenü, Wähen und Desserts

Fündig wurden die beiden in der Brugger Altstadt. Mit hausgemachten Pizokels oder einem anderen frisch zubereiteten Tagesmenü – mit Vorspeise – will es die Gäste künftig im Café Fridolin verwöhnen. Zudem soll es wieder wie früher täglich süsse und salzige Wähen geben. «Da Lorraine besser kocht und lieber im Hintergrund arbeitet, wird sie vor allem in der Küche stehen», sagt Carlo Uffer mit einem Augenzwinkern. Seine 33-jährige Partnerin strahlt und ergänzt:

«Unsere Gerichte bieten wir am Mittag auch als Take-away an. Und die beliebte Cremeschnitte werde ich natürlich ebenfalls wieder produzieren.»
Die Waldbeer-Roulade als Dessert .

Die Waldbeer-Roulade als Dessert .

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Carlo Uffer versteht sich als eigentlicher Gastgeber. Er hatte in Widen eine Lehre als Kellner absolviert, bevor er sich in Oberlunkhofen zum Koch ausbilden liess. Nach der Hotelfachschule und Arbeitsstellen im Ausland verfügte er über das nötige Rüstzeug, um selber einen Betrieb zu führen. Lorraine Meier wuchs in Horgen auf und absolvierte ihre Kochlehre im Stadtzentrum von Zürich. Während der Wanderjahre lernten sie sich kennen.

Das Café Fridolin steht ab 1. November von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr offen. Für Anlässe sind auf Anfrage andere Öffnungszeiten möglich.

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