Sinkende Preise und fehlende Investitionen im nationalen sowie im internationalen Kabelmarkt führen zu einer prekären Auftragslage und zwingen Brugg Cables zur Kurskorrektur. 

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt, führt dies zum Abbau von weltweit 90 der total 660 Stellen. Rund zwei Drittel der Betroffenen – also 60 Mitarbeitende – sind am Hauptsitz in Brugg AG betroffen.

Ein Teil könne über natürliche Abgänge und Frühpensionierungen aufgefangen werden. Der Stellenabbau soll Ende Jahr abgeschlossen sein. Wie er sich auf die einzelnen Standorte verteilt, ist laut dem Unternehmen noch nicht bekannt.

Brugg Cables will aber auch schnell auf die Situation reagieren, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Verwaltungsrat bewilligte Massnahmen über alle Geschäftsbereiche hinweg. Dazu gehören:

  • Die Reduzierung der variablen Kosten
  • Die Senkung der Fixkosten 
  • Die Verschlankung der Organisation
  • Projekte werden zurückgestellt, die nicht unmittelbar wettbewerbsrelevant sind

CEO Bernard Wasem bezeichnet den Abbau als "sehr schmerzhaften, aber zukunftsweisenden Teil im Restrukturierungsplan". Wörtlich lässt er sich in der Mitteilung zitieren: "Wir bedauern sehr, dass bedingt durch das schwierige Marktumfeld Massnahmen wie Personalabbau notwendig sind, wir sehen jedoch mittelfristig keine Erholung der Situation."

Laut Wasem werden die Strukturänderungen die Wettbewerbsfähigkeit von Brugg Cables stärken, um im Markt "weiterhin als qualitativer Anbieter mithalten zu können". 

Wasem zeigt sich überzeugt, dass das Unternehmen durch die eingeleiteten Massnahmen und vor allem dank "der technisch und qualitativ hochwertigen Produkte und Dienstleistungen" für die Zukunft gerüstet ist.