«Die Situation hat sich zugespitzt», sagte Thomas F. Hauser, CEO Brugg Cables vor einigen Tagen im Interview mit der Aargauer Zeitung.

Das 650 Mitarbeitende zählende Unternehmen produziert und vertreibt weltweit qualitativ hochstehende Kabelsysteme für Energieübertragung in allen Spannungsebenen und für die Datenübertragung.

Nun führt der Kabelhersteller ab 1. April Kurzarbeit für einen Teil seiner Produktionsbelegschaft am Standort Brugg ein. Rund ein Viertel der Belegschaft ist von der vorläufig für 6 Monate geplanten Kurzarbeit betroffen.

Starker Franken gibt zu schaffen

Für diese Massnahme gibt es mehrere Gründe. «Wir sind im Investitionsgüterbereich tätig», sagt CEO Thomas F. Hauser.

Manche Länder, die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, seien beispielsweise im Hinblick auf den Netzausbau zurückhaltend.

«Weltweit ist der Energiekabelbereich hart umkämpft», stellt Hauser fest und doppelt nach: «Die Auftragslage ist sehr schwierig. Hinzu kommt der nach wie vor starke Franken, der uns zu schaffen macht.»

Von einer Verbesserung überzeugt

Der CEO verweist weiter auf die «weltweite Überkapazität in der Kabelproduktion. Die Margen sind enorm unter Druck geraten; wir müssen bei jedem Projekt zwischen der tiefen Marge und der Produktionsauslastung abwägen.»

Wenngleich jetzt Kurzarbeit eingeführt wird, glaubt Thomas F. Hauser, dass es sich dabei lediglich um eine temporäre Massnahme handelt.

Die derzeitige Lage sei für Schweizer Industrieunternehmen auf dem globalen Markt nicht einfach, aber: «Ich bin überzeugt, dass wir konkurrenzfähig sind und sich unsere Auftragslage schon bald verbessern wird.»