Brugg
Burning Witches bringen ihren neuen Metal-Kracher auf den Markt

Die Brugger Heavy-Metal-Band Burning Witches feiert die Veröffentlich des neuen Albums «The Witch of the North» per Video-Livestream.

Michael Hunziker
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Burning Witches mit (von links): Lala Frischknecht (Schlagzeug), Larissa Ernst (Gitarre), Laura Guldemond (Gesang), Romana Kalkuhl (Gitarre) und Jeanine Grob (Bass).

Burning Witches mit (von links): Lala Frischknecht (Schlagzeug), Larissa Ernst (Gitarre), Laura Guldemond (Gesang), Romana Kalkuhl (Gitarre) und Jeanine Grob (Bass).

Bild: zvg

Die Brugger Heavy-Metal-Band Burning Witches sorgt international für Furore. Am Freitag, 28. Mai, erscheint das neue, mittlerweile vierte Album «The Witch of the North». Dieses sei epischer, kompakter als die Vorgänger, sagt Gitarristin und Bandgründerin Romana Kalkuhl. «Ich denke, es ist unser bisher bestes Werk», fügt sie gut gelaunt an. «Die Fans dürfen sich freuen.» Die ersten Reaktionen jedenfalls, stellt sie zufrieden fest, seien einfach überwältigend. «Die Leute mögen offenbar, was wir machen.»

Romana Kalkuhl hat derzeit ziemlich viel um die Ohren. Über 100 Interviewtermine – die Anfragen kommen aus dem In- und Ausland – stehen an. Sie sei täglich mit ihren Bandkolleginnen zusammen: Sängerin Laura Guldemond, Gitarristin Larissa Ernst, Bassistin Jeanine Grob sowie Schlagzeugerin Lala Frischknecht. Die Stimmung sei sehr gut, sagt Romana Kalkuhl. «Wir geniessen diese Zeit.»

Romana Kalkuhl ist Gitarristin und Bandgründerin.

Romana Kalkuhl ist Gitarristin und Bandgründerin.

Bild: zvg

Gefeiert wird die Albumveröffentlichung am Freitagabend ganz coronakonform mit einer Show per Video-Livestream. Ab 20 Uhr können alle kostenlos dabei sein.

Geplant sind Konzerte in den USA, in Südamerika und Asien

Die Aufnahmen seien reibungslos verlaufen, aber sehr anstrengend gewesen und mit viel Fleiss- und Zeitaufwand verbunden, blick die Gitarristin zurück. Mit der Produktion hätten sie gekämpft, immer wieder an den 13 Tracks geschliffen. Romana Kalkuhl:

«Wir wollten, dass es so gut wie nur möglich rüberkommt, jede wollte ihr Bestes geben.»

Das neuste Werk, darauf hat die Band geachtet, sollte nicht zu ähnlich klingen wie die bisherigen Veröffentlichungen. «Das ist uns gelungen, das Ergebnis ist toll geworden», ist Romana Kalkuhl überzeugt – um im gleichen Atemzug einzuräumen: «Als Musikerin ist man natürlich nie ganz zufrieden und denkt stets, man hätte hier und da noch etwas nachbessern können.»

«The Witch of the North» (Deutsch: «Die Hexe des Nordens») ist das vierte Album von Burning Witches.

«The Witch of the North» (Deutsch: «Die Hexe des Nordens») ist das vierte Album von Burning Witches.

Bild: zvg

Besondere Erwartungen, antwortet die Gitarristin auf die entsprechende Frage, habe sie keine. «Wir sind definitiv eine bodenständige Band und durften schon viel erreichen. Ziel ist es nun, Konzerte zu spielen in all den Ländern, wo unsere Fans unsere Musik kaufen.» Als Stichworte nennt sie neben Asien auch USA und Südamerika. Geplant sind voraussichtlich ab Herbst eine oder zwei Tourneen. «Wir warten allerdings wie alle anderen Künstler, bis es losgehen kann.»

Für den Videoclip sind sie den weiten Weg nach Polen gefahren

Gegründet wurde Burning Witches im 2015 von Gitarristin Romana Kalkuhl aus Brugg, die eine rein weibliche Metal-Band ins Leben rufen wollte. Stark geprägt wurde die Musikerin vom Heavy Metal der Achtzigerjahre. 2017 erschien das Debütalbum, das – weltweit – für Aufsehen sorgte. Im Sommer 2019 spielte die Band auf den ganz grossen Festivals, stand unter anderem auf der Bühne des legendären Wacken Open Air.

Das Video zum Titelstück «The Witch of the North».

Youtube

Das schwierige vergangene Coronajahr mit all den Unsicherheiten und Herausforderungen hatte auch seine positiven Seiten, sagt Romana Kalkuhl. Die Band habe Zeit für sich gehabt, die Musikerinnen hätten sich noch stärker einander annähern können. Romana Kalkuhl:

«Ich denke, es ist schon etwas wert, wenn man es in der momentanen Lage schafft, ein gutes Album zu schreiben.»

Bereits als Singles auf den Markt gekommen sind «Flight Of The Valkyries» sowie das Titelstück «The Witch of the North», zu dem die Bandmit­glieder einen aufwendigen Videoclip gedreht haben. Dafür sind sie in das knapp 1000 Kilometer entfernte Barockschloss Rohnstock nach Polen gefahren.