Brugg
Brücke im Auschachen wurde von Hochwasser beschädigt – warum die Reparatur fast zwei Monate auf sich warten liess

Die Überschwemmungen im Juli sorgten im Bezirk für viele Schäden. Auch Teile eines Fussgängerstegs in der Nähe des Armee-Logistikzentrums Aufeld Brugg fielen den Fluten zum Opfer.

Maja Reznicek
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Seit Wochen nur noch schwer passierbar: die Holzbrücke im Naturwaldreservat Auschachen.

Seit Wochen nur noch schwer passierbar: die Holzbrücke im Naturwaldreservat Auschachen.

Maja Reznicek (14. September 2021)

Für rüstige Wanderer mit Kletterfähigkeiten ist es ein überwindbares Hindernis, für alle anderen das Ende des Wegs: Seit dem Hochwasser ist die Holzbrücke im Auschachen nur schwer passierbar. Zwischen dem Beginn des Stegs und dem Boden klaffte noch Mitte dieser Woche ein grosses Loch.

Auf die Nachfrage der AZ, wann Reparaturen erfolgen, erklärte der Brugger Stadtschreiber Matthias Guggisberg, dass – da die Brücke zum Auenschutzpark gehört – deren Unterhalt in die Zuständigkeit des Kantons falle. Beim Kanton erfuhr man gemäss Bruno Schelbert, Programmleiter Auenschutzpark Aargau vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), nach dem Juli-Hochwasser von dem Schaden.

Bei der Brückenwanderung durch den Auenschutzpark werden bis zu acht Brücken überquert.

Bei der Brückenwanderung durch den Auenschutzpark werden bis zu acht Brücken überquert.

Maja Reznicek (14. September 2021)

Nach einem Hinweis von Passanten kontrollierte Schelbert den Fussgängersteg:

«Es war eine Erosionsstelle an einem Widerlager sichtbar. Allerdings war der Wasserstand noch so hoch, dass die Tragsicherheit der Brückenkonstruktion nicht beurteilt werden konnte.»

Feinmaterial unter Fussgängersteg wurde weggeschwemmt

Nach Rückgang des Pegels habe man festgestellt, dass die Brücke selbst keinen Schaden aufweist, aber dass ein Widerlager «noch stärker umspült wurde». Schelbert führt aus: «Das Hochwasser von Juli/August dauerte 2021 sehr lange, was in Auengebieten zwar nicht aussergewöhnlich ist, aber an Infrastrukturanlagen zu hohen Belastungen führen kann.»

Dies betreffe auch den fraglichen Fussgängersteg, wo das Feinmaterial weggeschwemmt wurde.

Das Hochwasser umspülte das Widerlager.

Das Hochwasser umspülte das Widerlager.

Maja Reznicek (14. September 2021)

Trotz allem: Der Schaden sei nicht sehr gross, «mit ein paar Steinblöcken könnte er einfach behoben werden». Warum wurde dies dann nicht schon längst umgesetzt? Der Programmleiter Auenschutzpark Aargau führt aus:

«Das Problem hier ist die schlechte Zugänglichkeit. In diesem Auenwaldreservat möchten wir keine breiten Schneisen schlagen, damit Baumaschinen zur Erosionsstelle hinkommen.»

Deshalb suchte das BVU eine andere Lösung: «Der Forstbetrieb Brugg hat von uns den Auftrag, die Holzkonstruktion vor Ort zu verlängern und so die Erosionsstelle zu ‹überbrücken›.» Laut Schelbert sind die nötigen Balken inzwischen zugesägt und müssen manuell zur Schadensstelle gebracht werden. Dort soll sogar noch diese Woche die Instandstellung realisiert werden.

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