Brugg
Bigbags: Nach vier Monaten gehört die blühende Pracht der Vergangenheit an

Sie waren als Alternative zum Blumenschmuck am Jugendfest gedacht, das dieses Jahr pandemiebedingt zum zweiten Mal nicht stattfinden konnte: Von Lauffohr bis Schinznach-Bad blühten ab Mitte Juni Blumen in grossen Taschen. Jetzt zieht der Werkdienst Bilanz und sagt, was mit den Pflanzen und den Bigbags passiert.

Claudia Meier
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Ein Bigbag «Brugg blüht» mit Blumen im Ortsteil Umiken.

Ein Bigbag «Brugg blüht» mit Blumen im Ortsteil Umiken.

Claudia Meier
(2. Oktober 2021)

Knapp 100 Bigbags, die mit Blumen bepflanzt waren, wurden Mitte Juni in allen Quartieren der Stadt Brugg aufgestellt, um – trotz Pandemie – etwas Jugendfeststimmung aufkommen zu lassen. Sie wurden vom Werkdienst gepflegt. Nun wurde die blühende Pracht eingesammelt.

Werkdienst-Chef Jonas Stucki.

Werkdienst-Chef Jonas Stucki.

Bild: Janine Walthert

Die Pflanzen wurden mehrheitlich entsorgt, wie Werkdienst-Chef Jonas Stucki auf Nachfrage sagt. Beim Grossteil handelte es sich um einjährige Gewächse. Ausdauernde Pflanzen würden aber in den Rabatten der Stadt Brugg weiterverwendet. Ebenfalls weiterverwendet werden die grossen Taschen. Jonas Stucki sagt:

«Die Schule fragte uns an, ob wir einige Taschen für Schulgarten-Projekte zur Verfügung stellen, was wir natürlich gerne machen.»

Total 37 Säcke werden im Schulumfeld weiterhin zum Einsatz kommen.

Die Bigbags waren eine einmalige Aktion

Mit dem Humus aus den zirka 15 Bigbags, die in Schinznach-Bad standen, werden laut dem Werkdienst-Chef Rabatten im jüngsten Brugger Stadtteil aufgewertet. Auch in anderen Ortsteilen sollen Rabatten mit der Erde aus den Taschen bearbeitet werden. Der Rest geht ins Humusdepot. Jonas Stucki spricht bezogen auf die Blumenerde von einem Kreislauf und ergänzt:

«Die Taschen werden für handwerkliche Tätigkeiten wiederverwertet.»

Im Rahmen von Jugendfest light waren die Bigbags eine einmalige Aktion. «Wir hatten sehr viel Glück mit der Witterung, weil wir aufgrund häufiger Niederschläge nicht oft giessen mussten», lautet das erste Fazit von Jonas Stucki. Allerdings habe man etwa dreimal düngen müssen, bis die Pflanzen gut gediehen. Rückmeldungen hätten gezeigt, dass die Leute die zusätzliche Begrünung in der Stadt schätzen.

Etwa sechs von 95 Bigbags wurden beschädigt und daraufhin entfernt.

Etwa sechs von 95 Bigbags wurden beschädigt und daraufhin entfernt.

zvg/Brugg Regio

Vandalismus habe es aber schon auch gegeben, so der Werkdienst-Chef: Bigbags wurden aufgeschnitten oder angezündet. Diese habe man dann entfernt. Betroffen waren etwa sechs von 95 Taschen. Unbekannte haben vereinzelt auch Pflanzen entwendet.

Optimierungspotenzial besteht in der Farbwahl und Kreativität

Eine Wiederholung mit Bigbags oder eine andere Art der mobilen Begrünung in der Stadt Brugg sei derzeit nicht angedacht, sagt Jonas Stucki. Für ein solches Vorhaben wurde auch kein Geld gesprochen. Hingegen habe der Werkdienst an verschiedenen Orten mit Rabatten das Stadtbild aufgewertet, etwa bei den Bäumen vor der «Alten Post» oder auf dem Eisi-Platz gegenüber dem «Roten Haus».

Im Rahmen des Jugendfests light wurden in Brugg Bigbags mit Blumen aufgestellt (v. l.): Jonas Stucki, Jürg Baur, Roger Brogli. Reto Wettstein mit Tochter Charlotte, Barbara Iten und Monika Bingisser.

Im Rahmen des Jugendfests light wurden in Brugg Bigbags mit Blumen aufgestellt (v. l.): Jonas Stucki, Jürg Baur, Roger Brogli. Reto Wettstein mit Tochter Charlotte, Barbara Iten und Monika Bingisser.

Claudia Meier
(14. Juni 2021)

Sollte es in Zukunft eine Neuauflage mit Bigbags geben, sieht Jonas Stucki Optimierungspotenzial bei der Kreativität, Farbwahl und Bepflanzung. Anstelle der weissen Taschen wäre eine dezentere Farbe angebracht. Weil die Aktion dieses Jahr kurzfristig entstand, habe man sich aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit für Weiss entschieden.

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