Brugg
Am Sonntag öffnet das «Uferlos» ­­ein letztes Mal – wie es mit der Sommerbeiz an der Aare weitergehen soll

Anfang Juni kündigte der Verein Tourismus Region Brugg sein Pilotprojekt neben dem Frei- und Hallenbad an. Nun ziehen die Verantwortlichen Bilanz.

Maja Reznicek
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Die Cassano-Brüder verwöhnten ihre Gäste im «Uferlos» mit italienischen Köstlichkeiten.

Die Cassano-Brüder verwöhnten ihre Gäste im «Uferlos» mit italienischen Köstlichkeiten.

Britta Gut

Nach zwei Monaten ist für die Sommerbeiz Uferlos Schluss – zumindest für diese Saison. Am 29. August bewirten die Brüder Claudio, Fernando und Franco Cassano ein letztes Mal beim Container zwischen der Badi Brugg und dem Abenteuerspielplatz.

Monika Bingisser vom Verein Tourismus Region Brugg.

Monika Bingisser vom Verein Tourismus Region Brugg.

AZ Archiv

Trotz der kurzen Betriebszeit blickt der Verein Tourismus Region Brugg positiv auf die letzten acht Wochen des Pilotprojekts zurück, wie Vorstandsmitglied Monika Bingisser sagt:

«Es steht für den Verein ausser Frage, dass das ‹Uferlos› ein echtes Bedürfnis darstellt.»

Die vielen positiven Rückmeldungen hätten gezeigt, dass die Bevölkerung es sehr geschätzt habe, – «gerade in diesen doch speziellen Zeiten» – an der schönen Lage einzukehren und die Gastfreundschaft der Brüder erleben zu können.

Bingisser fügt an: «Das ‹Uferlos› war ein sozialer Treffpunkt für alle Altersklassen und die Zusammenarbeit mit den Cassanos, den ortsansässigen Betrieben und der Stadt Brugg war sehr angenehm und unkompliziert.»

Schritte für permanente Sommerbeiz wurden bereits eingeleitet

Ebenfalls eine positive Bilanz zieht Mitbetreiber Claudio Cassano. Besonders an schönen Tagen sei das «Uferlos» erfolgreich und auch sehr gut besucht gewesen: «Das Angebot und Ambiente wurden allseits sehr gerühmt und geschätzt.»

Den Container der Daetwiler AG bauten die Brüder eigenhändig um.

Den Container der Daetwiler AG bauten die Brüder eigenhändig um.

Britta Gut

Leider ende das Projekt nun, weil die Bewilligung ablaufe. Das Bedürfnis nach dem Schönwetterbetrieb besteht aber anscheinend weiterhin:

Claudio Cassano, Mitbetreiber vom «Uferlos».

Claudio Cassano, Mitbetreiber vom «Uferlos».

Britta Gut
«Wir wurden überhäuft mit Anfragen, ob wir im September noch offen haben.»

Sowohl der Verein als auch die Cassanos wünschen sich eine Weiterführung des Gastroangebots im 2022. Monika Bingisser sagt: «Die Betreiber und der Verein sind sich einig beziehungsweise bereit, das ‹Uferlos› nächstes Jahr als permanente Sommerbeiz zu führen.»

Dazu habe man die nötigen Schritte bereits unternommen und warte auf die Zustimmung sämtlicher involvierter Partner. Geplant ist, die Beiz neu nicht nur von Juli bis August, sondern von Juni bis September zu führen.

Eine erneute öffentliche Ausschreibung für den Betrieb gibt es nicht

Die Platzierung des Gastrocontainers neben der Badi Brugg am Aareufer soll hingegen – trotz der Überschwemmung im Juli – beibehalten werden. «Wir finden nach wie vor, dass der Standort optimal ist. Er befindet sich ausserhalb des Wohngebietes und ist doch auf kurzen Wegen zu erreichen», erklärt Monika Bingisser.

Leider sei nicht alles vorhersehbar, das Hochwasser nicht abschätzbar gewesen:

«Es war definitiv ein Jahrhundertereignis, wie es sich in solchem Ausmass hoffentlich nicht mehr wiederholen wird.»

Grössere Schäden an der Anlage konnten dank der schnellen Reaktion der Betreiber und unter Mithilfe der Quartierbewohner vermieden werden.

Am 15. Juli 2021 stand die Sommerbeiz unter Wasser.

Am 15. Juli 2021 stand die Sommerbeiz unter Wasser.

Maja Reznicek

Auch ein Wechsel der Betreiber ist nicht angedacht. Die drei Cassano-Brüder sollen weiterhin verantwortlich für die Sommerbeiz sein. Deshalb erfolgt laut Bingisser keine erneute öffentliche Ausschreibung.

Nun hoffen die Beteiligten, dass die Sommerbeiz – mit ein paar Änderungen, wie Claudio Cassano sagt – im nächsten Jahr wieder öffnen kann. «An uns soll es nicht liegen», fügt der Beizer an.

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