Brugg
Altes Wohnhaus muss weichen: Die Arealüberbauung «Bruggblick» sorgt für neues Leben

Am Rebmoosweg in Brugg sollen zwei moderne Terrassenhäuser entstehen. Verläuft alles nach Plan, erfolgt der Start der Bauarbeiten diesen August.

Michael Hunziker
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Vorgesehen ist, das alte, bestehende Wohngebäude samt den Nebenbauten abzubrechen.

Vorgesehen ist, das alte, bestehende Wohngebäude samt den Nebenbauten abzubrechen.

Claudia Meier (11. Januar 2022)

Gleich am Fuss des Bruggerbergs unterhalb des Waldrands und trotzdem ganz in der Nähe des Zentrums: Am Rebmoosweg nördlich der Kaserne in Brugg ist die Arealüberbauung «Bruggblick» mit zwei Terrassenhäusern sowie insgesamt 12 Wohnungen geplant. Das alte, bestehende Wohngebäude soll samt den Nebenbauten abgebrochen werden.

Bei den beiden Neubauten werden einzelne Niveaus gespiegelt und versetzt, das Volumen auf diese Weise gebrochen und aufgelockert, hält das zuständige Büro Thalmann Steger Architekten aus Wettingen im Erläuterungsbericht fest. Architekt Adi Steger sagt:

«Das dynamische Volumen durch die gespiegelten Niveaus gewährleistet eine Vielzahl an unterschiedlichen Terrassengrössen.»

Die modernen Eigentumswohnungen verfügen über je 4½ Zimmer. Richtung Süden ermöglichen die grosszügig angeordneten Fensteröffnungen Weitblicke über die Stadt Brugg und die Umgebung.

Besonders viel Wert, antwortet Projektleiterin und Architektin Kerstin Röhr auf die entsprechende Frage, werde auf gut belichtete Grundrisse und den Aussenbereich gelegt. Um der sommerlichen Überhitzung entgegenzuwirken, werden die Terrassen intensiv mit Stauden und Gräsern sowie punktuellen Sträuchern begrünt, fügt die Projektleiterin an. «Ausserdem unterstützt die Bepflanzung der Terrassen mit heimischen Arten die Biodiversität.»

Für Elektromobilität sind Anschlüsse vorhanden

Die gemeinsame Tiefgarage mit 22 Stellplätzen weist Anschlüsse für Elektromobilität auf. Im Veloraum sind Anschlüsse zum Laden von E-Bikes vorgesehen. Die Erschliessung erfolgt von der Zurzacherstrasse über den Rebmoosweg. An der Kreuzung Rebmoosweg/Wickihaldenweg kann gemäss Erläuterungsbericht – für eine Optimierung des Velo- und Fussverkehrs – zu einem späteren Zeitpunkt von der Stadt eine detaillierte Verkehrslösung ausformuliert werden.

Das Modell zeigt die geplante neue Arealüberbauung.

Das Modell zeigt die geplante neue Arealüberbauung.

mhu

Die beiden projektierten, nach Südosten ausgerichteten Terrassenhäuser, die einen Erschliessungskern mit Lift und Treppenhaus zwischen den Gebäuden beinhalten, fügen sich gemäss Erläuterungsbericht «ergänzend in das städtebauliche Bild am Hang ein». «Durch die gewählte Anordnung konnten wir das Potenzial des Hanges optimal nutzen», hält Kerstin Röhr fest und ergänzt: «Bauen am Hang stellt oft eine Herausforderung dar, da die Belichtung und Erschliessung der einzelnen Geschosse je nach Hangneigung schwierig sein kann.»

Ziel ist ein Baustart im August dieses Jahres

Der Fachbericht, der zusammen mit dem Baugesuch bis 7. Februar bei der Abteilung Planung und Bau aufliegt, bestätigt:

«Die Überbauung ist geschickt ins Terrain eingelassen.»

Die Rede ist von einer lebhaften äusseren Erscheinung. Die neuen Terrassenhäuser, heisst es in der Gesamtbeurteilung, leisten die angestrebte qualitätsvolle Verdichtung «mit einer präzisen Setzung des wohlproportionierten und fein modellierten Volumens». Mit den hochwertigen Wohnungen an dieser gut erschlossenen Lage kann laut Fachbericht ein sinnvoller Beitrag zur haushälterischen Nutzung des Bodens erreicht werden.

Verläuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten in diesem August starten. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren. Als Bauherrschaft tritt die einheimische Gross Generalunternehmung AG in Erscheinung. Eine Nachfrage nach den Wohnungen besteht, sagt Architekt Adi Steger. «Erste Interessenten haben sich bereits jetzt gemeldet.»

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