Habsburg
Brötliexamen 2015: Tierische Welturaufführung – in Tiersprache

Das fröhliche Brötliexamen zum Motto «Tierisch» sorgte in Habsburg vor allem mit unkonventionellem Theater für Furore. Die 19 Kinder der 1. bis 6. Klasse spielten ohne Text, sondern mit tierischen Lauten.

Edgar Zimmermann
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Der Veloparcours fand bei den Jugendlichen grossen Anklang.
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Brötliexamen Habsburg
All die früheren Schafe, Hunde, Affen, Elefanten, Faultiere und andere mehr schwenkten Schweizerfähnchen und trugen das traditionelle Brötliexamenlied vor
Die Masken und Kostüme hatten die Kinder selber gebastelt.
Die Kinder vergnügten sich am Schminktisch
Oder beim Nageln
Als Postenbetreuer amtierten die Mitglieder der Schulpfleger und des Vereins «Habsburg trifft sich».
Beim Karrettenslalom war viel Geschick gefragt.

Der Veloparcours fand bei den Jugendlichen grossen Anklang.

Edgar Zimmermann

Ein Schwerpunkt am diesjährigen Brötliexamen war die Theateraufführung, welche in der Projektwoche einstudiert worden war. Dies unter professioneller Regie der Theaterfachfrau Margrit Proske. Es entstand kein gewöhnliches Theater, sondern ein höchst unkonventionelles: Die 19 Kinder der 1. bis 6. Klasse konnten zunächst ein Tier auswählen, in das sie sich verwandeln wollten, und brachten im Laufe der Woche eigene Ideen für das Spiel ein.

Auf Texte wurde verzichtet, tierische Laute, die Tiersprache also, verband die Handlungen. Man müsse sich auf ein völlig neu erfundenes Theater einstellen, wie in der Einführung betont wurde. Auch die Masken und Kostüme hatten die Kinder selber gebastelt. In der vollbesetzten Turnhalle tauchten, in Akte unterteilt, immer mehr Tiere auf, zunächst aus dem Bauernhof, dann aus dem Wald, aus der Welt Asiens, aus dem Dschungel und bewegten sich in ihrer Welt, äusserten sich in ihrer Sprache, begegneten sich freundschaftlich bis feindlich, tierisch eben.

Es war tatsächlich eine urchige Uraufführung. «Das habt ihr supertoll gemacht», lobte die Präsidentin der Schulpflege, Sabine Ulmer, im Schlusswort. Dann verwandelten sich die Tiere in Sänger. All die früheren Schafe, Hunde, Affen, Elefanten, Faultiere und andere mehr schwenkten Schweizerfähnchen und trugen das traditionelle Brötliexamenlied vor, worauf sie das ebenso traditionelle Jugendfestbrot entgegennehmen durften.

Beliebtes Mohrenkopfschiessen

Gestartet worden war das Brötliexamen mit dem Ballonwettbewerb. Dann vergnügten sich die Schüler am Schminktisch oder bei den zahlreichen Spielen, etwa beim Wiesen-Veloparcours, beim Karettenslalom mit Balanceaufgabe, beim Büchsenschiessen, Stiefelwurf und dem besonders beliebten Mohrenkopfschiessen.

Als Postenbetreuer amtierten die Mitglieder der Schulpfleger und des Vereins «Habsburg trifft sich». Eine Attraktion war die Ausstellung Textiles Werken mit wunderschönen, interessanten, auch vielen «tierischen» Arbeiten. Nicht nur die zahlreichen Kinder, auch die Erwachsenen kamen am vom Wetterglück begünstigten Fest voll auf ihre Rechnung.