Brugg/Windisch
Brot und Spiele im «Circus Minimus»: Wandeln auf den Spuren der Römer

Zum vierzehnten Mal fand der Römertag statt. Geboten wurden zahlreiche Attraktionen von Gladiatorenkämpfen über Wagenrennen und kulinarischen Leckerbissen.

Philippe Neidhart (
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Auch steinzeitlicher Schmuck konnte angefertigt werden
23 Bilder
Repliken römischer Münzen faszinierten die Besucher
Niemand ist zu jung, um Legionär zu sein
Mit Schild und Schwert gehen die Gladiatoren aufeinander los
Kinder konnten sich als Legionäre versuchen
Kinder konnten sich als Legionäre versuchen
Kinder hatten die Möglichkeit, eigene Körbe zu flechten
Für die Kinder gab es zahlreiche Möglichkeiten, um zu basteln
Für die Kinder gab es zahlreiche Möglichkeiten, um zu basteln
Ein Lager wie zu Zeiten der Römer
Einem solchen Gladiator will man nicht freiwillig gegenüber stehen
Diesen Legionär liess man im Regen stehen
Beim Wagenrennen ging es sportlich zu und her
Die Gladiatoren machen sich bereit für den Kampf
Bei den Gladiatorenkämpfen ging es wild zu und her
Bei den Gladiatorenkämpfen ging es wild zu und her
Bei den Gladiatorenkämpfen ging es wild zu und her
Römertag in Brugg/Windisch
Bei den Gladiatorenkämpfen ging es wild zu und her
Ave, Centurio!
Am Römertag wird scharf geschossen
Auch die Römer suchen Schutz vor dem Regen
Am Römertag erhielt man Einblick in die Kunst der Töpferei

Auch steinzeitlicher Schmuck konnte angefertigt werden

Philippe Neidhart

In Reih und Glied stehen sie da – die kleinen Nachwuchslegionäre. Nur gerade einmal der Kopf schaut vor dem grossen roten Schild hervor, als der Befehl zum Marsch gegeben wird. Wir befinden uns mitten am Römertag, bei welchem man an unzähligen Ständen und diversen Workshops Einblick in das Leben zur Zeit der Römer erhalten konnte.

Brot und Spiele

«Panem et circenses» – oder zu Deutsch «Brot und Spiele» – das konnte auch an diesem Anlass ausgiebig erlebt werden. Für einmal standen die Traditionen und Kulturen der Römer und Kelten im Mittelpunkt des Geschehens. Ob Münzen aus längst vergangenen Tagen oder Schmuck, wie es von edlen Damen Roms getragen wurde – für jeden Besucher gab es etwas zu entdecken. Und wer selbst aktiv werden wollte, hatte im «Circus Minimus» die Möglichkeit, sich beim Wagenrennen gegen seine Konkurrenten zu behaupten.

Diese Sportart – so erfährt der Gast – war zu Zeiten der römischen Kaiser äusserst beliebt beim Volk. Das zu diesen Zweck erbaute Stadion, der sogenannte «Circus Maximus», fasste bis zu 250000 Plätze für die Zuschauer und gilt bis heute als das grösste Veranstaltungsgebäude der Welt. Auch wenn die Arena auf der Brugger Strasse dem gegenüber klein erscheinen mag, hatten die Teilnehmer trotz des anhaltenden Regens sichtlich Spass an der Sache.

Kämpfe beim Vindonissa-Museum

Wilder ging es derweil im Simmengut gleich beim Vindonissa-Museum zu und her. Mit Schild und Schwert bewaffnet stehen sich die Gladiatoren gegenüber – bei ihrem Kampf, der um Leben oder Tod entscheiden wird. Kaum gibt der Schiedsrichter das Signal, stürmen die Männer aufeinander los. Scheppernd trifft das Holzschwert auf die Brustplatte, nur wenige Minuten später ist der Kampf bereits entschieden – unter dem Volk bricht der Jubel aus. Schnell wird dem Besucher klar – dieser Sport ist nichts für weiche Gemüter.

Römerbrot im Kloster Königsfelden

Beim Legionärspfad und im Areal des Klosters Königsfelden geht man die Sache derweil etwas gemütlicher an. Im Ofen knistert bereits das Feuer, bald kann dort köstliches Römerbrot nach Dioskurides’ Diätetik gebacken werden. Und für alle, die schon immer einmal wissen wollten, wie wohl eine Toilette zur damaligen Zeit ausgesehen haben mochte, präsentierte die Vindonissa-Professur der Universität Basel «Stille Örtchen ausgeschöpft – Römische Latrinen unter der Lupe».