Windisch
Brief an Kanton: Windisch kämpft für das Rekrutierungszentrum

Aarau will keines und Windisch hätte eines, soll es aber nicht behalten dürfen: das Rekrutierungszentrum. Nach Aarau wehrt sich nun auch Windisch gegen einen Vorschlag der Armee, der ein Rekrutierungszentrum in Aarau vorsieht – mit einem Brief.

Janine Müller
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Die Windischer kämpfen für das Rekrutierungszentrum.

Die Windischer kämpfen für das Rekrutierungszentrum.

Walter Schwager

Die Gemeinde Windisch hat dem Kanton einen Brief geschrieben und fordert darin, dass das Rekrutierungszentrum in Windisch bleibt.

Das hat Frau Gemeindeammann Heidi Ammon gegenüber «Radio SRF» bestätigt. Man habe beim zuständigen Departement auch persönlich das Anliegen deponiert.

Man sei dabei auf «offene Ohren» gestossen, sagte Ammon gegenüber der az. Windisch habe die Möglichkeit erhalten, zu erklären, wie wichtig das Rekrutierungszentrum für Windisch ist, so Ammon weiter.

«Wir konnten darstellen, dass der Abzug des Rekrutierungszentrum einen Entwicklungsstopp auf dem Areal bedeuten würde. Ohne Zentrum wäre die Zukunft ungewiss», sagt Ammon.

32 Arbeitsplätze erhalten

Sie argumentiert auch mit den 32 Arbeitsplätzen, die man behalten will und auch damit, dass das Rekrutierungszentrum von der Bevölkerung getragen wird und sich in Windisch gut etabliert hat. «Zudem ist es verkehrstechnisch gut erschlossen», sagt Ammon.

Antwort nächste Woche

Die Armee gab im November 2013 bekannt, dass das Rekrutierungszentrum Windisch, wo die Armee privat eingemietet ist, in die Kaserne Aarau verlagert werden soll.

Doch auch in Aarau wehrt man sich gegen diesen Entscheid. In der Kantonshauptstadt gibt es gar Vorschläge, die Kaserne zivil zu nutzen.

Heidi Ammon erwartet, dass der Regierungsrat nächste Woche seine Antwort auf den Brief aus Windisch verfassen und diese dann nach Bern schicken wird.