Remigen
Breite Randabschlüsse lassen die Rinikerstrasse schmäler erscheinen

Die milden Temperaturen kommen den Bauarbeitern in Remigen entgegen: Die Sanierung der Rinikerstrasse schreitet nach Terminplan voran. Eine Besonderheit werden die neuen Randabschlüsse sein.

Michael Hunziker
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Michael Hunziker

«Seit der eingeplanten Winterpause gab es an der Rinikerstrasse keine witterungsbedingten Unterbrüche», sagen Gemeinderat Willi Schurr und Marcel Schlegel, Projektleiter vom Ingenieurbüro Porta in Brugg. Und bei einem Augenschein in Remigen stellen sie übereinstimmend fest: «Es geht sehr gut vorwärts.»

Derzeit sind die letzten Arbeiten an der neuen Kanalisation im Gang. Sind die wenigen noch fehlenden Meter fertig, erfolgt im Bereich der Kreuzung Alte Mönthalerstrasse und Villigerstrasse der Zusammenschluss mit der bestehenden Abwasserleitung. Bis Ende März gilt es laut Projektleiter Schlegel, die Strassenbeleuchtung zu ersetzen. Zum Einsatz kommen in Zukunft weniger hohe Kandelaber – rund 7 Meter statt wie bisher 9 Meter – sowie LEDLampen.

Vier statt zwei Reihen Bundsteine

Voraussichtlich ab der letzten Woche im März wird das Augenmerk auf den Strassenbau gerichtet: Der alte Belag wird entfernt, die Kofferung erstellt. Eine Besonderheit seien die Randabschlüsse, sagt Schlegel. Konkret: Statt wie üblich zwei, sind vier Reihen Bundsteine vorgesehen.

Diese breiten Randabschlüsse seien ein optisches Gestaltungselement, erklärt Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Will heissen: Durch die seitlichen Pflästerungsbänder erscheine die Rinikerstrasse schmäler – auch wenn die Strassenbreite unverändert bei 6,2 Metern bleibe. Auf diese Weise könne der Verkehrsfluss beruhigt, der Verkehrslärm minimiert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht werden, so Sabato. Apropos Verkehrsteilnehmer: Der Knoten Alte Mönthalerstrasse und Villigerstrasse wird umgestaltet und ergänzt mit einer neuen Trottoirverbindung. Teilweise gepflästert werden überdies die Hausvorplätze. «Das Strassenbild wird aufgelockert und dem Dorfcharakter angepasst», so Sabato.

Dauern werden die Strassenbauarbeiten voraussichtlich bis Ende Mai. Bis Mitte Juni wird dann der lärmoptimierte Deckbelag eingebaut und die Strasse kann für den Verkehr freigegeben werden. Zuständig für die Bauarbeiten ist übrigens die Firma Meier Söhne AG, Schwaderloch.

Verständnis der Anwohner

Rückblick: Begonnen hat die Sanierung der Rinikerstrasse – im rund 150 Meter langen Abschnitt zwischen der Villigerstrasse und der Schmittenbachbrücke – im Oktober des letzten Jahres. Beteiligt sind mehrere Parteien: Kanton, Gemeinde, AEW Energie AG sowie Swisscom. In einer ersten Phase bis Weihnachten 2013 wurden die neuen Werkleitungen verlegt. Die Strasse blieb einspurig befahrbar. Nach der Winterpause Mitte Januar wurden die Tätigkeiten wieder aufgenommen und die Strasse für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt.

Die Umleitung via Zoo Hasel und Rüfenach klappe reibungslos, sagt Kreisingenieur Sabato. «Mit der Sperrung können wir einerseits für gute und sichere Arbeitsbedingungen sorgen. Auf der anderen Seite kann die Bauzeit verkürzt werden.» Für die Anwohner sei die Zufahrt gewährleistet.

Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Parteien bezeichnet der Kreisingenieur als angenehm, unkompliziert und konstruktiv. Diesen Aussagen stimmen sowohl Projektleiter Schlegel als auch Gemeinderat Schurr zu. Es sei schon in der Planungs- und Genehmigungsphase umfassend über das Vorhaben orientiert worden. «Offene Fragen konnten wir stets klären. Wir pflegen ein gutes Einvernehmen. Auch die Akzeptanz der Anwohner ist gross.»

Weitere Strassen folgen

Als Grundlage für die Tätigkeiten an der Rinikerstrasse dient das Betriebs- und Gestaltungskonzept, das die Gemeinde Remigen sowie der Kanton erarbeitet und der Bevölkerung im Oktober 2012 vorgestellt haben. Mit der Sanierung werde das Ortsbild aufgewertet, die Strasse werde nicht nur sicherer, sondern auch freundlicher. Für die Gemeinde sowie den Kanton wird mit Kosten von insgesamt 1,47 Mio. Franken gerechnet.

In einem nächsten Schritt ist dann die Sanierung der Villigerstrasse an der Reihe, in weiteren Etappen werden die Gansinger- und Mönthalerstrasse sowie die Rinikerstrasse Fortsetzung Schmittenbach–Alpergstrasse realisiert.

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