Mit der neuen Dorfstrasse bringe die Gemeinde Oberbözberg eine gute Mitgift in die Fusionsgemeinde Bözberg mit, sagte Regierungsrat Peter C. Beyeler in seiner Ansprache. Die neue Gemeinde Bözberg habe nicht nur einen Stern mehr im Wappen als der Kanton Aargau, sondern sie bekomme mit der neuen Dorfstrasse auch ein Vorzeigeprojekt, so Beyeler weiter.

Pro Tag sieben Meter Strasse gebaut

Kreisingenieur Giuliano Sabato fasste zusammen: „Vor gut zwei Jahren begannen die Projektierungsarbeiten und ein gutes Jahr später starteten bereits die Bauarbeiten." Im Durchschnitt seien pro Tag sieben Meter Strasse realisiert und 20‘000 Franken verbaut worden, so Sabato. Das ist viel Geld. Der baufällige, gut 900 Meter lange Strassenabschnitt ist mit einem lärmmindernden Deckbelag und moderner LED-Strassenbeleuchtung ausgestattet worden. Für die Fussgänger gab es einen speziellen Abschluss, der zum Dorfbild und zum neuen Brunnenplatz passt. Die Bauarbeiten und Strassensperrungen hätten viel Verständnis der Anwohner erfordert, blickt Sabato zurück. „Aber es hat sich gelohnt. Das Projekt ist gelungen", schliesst der Kantonsvertreter.

1A statt A1-Strasse

OK-Präsident Heinz Dätwiler betonte ebenfalls, dass es sehr viele Unannehmlichkeiten während der Bauphase gab und die Anwohner manchmal während Tagen keine Zufahrt zum Haus hatten. „Heute haben wir aber Freude am Ergebnis und sind stolz auf unsere neue Dorfstrasse", so Dätwiler. Regierungsrat Beyeler rief den Anwesenden in Erinnerung, dass die Verkehrsanbindung vom Bözberg her sehr gut sei. Gute Erreichbarkeit sei schliesslich ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Die neue Dorfstrasse sei zwar keine A1 , aber eine 1A-Strasse von hoher Qualität. Der Kanton Aargau investiere pro Jahr rund 155 Millionen Franken in den Strassenbau, so Beyeler.

Mit Blick auf die Fusion am 1. Januar 2013 gab Gemeindeammann Ruedi Wälti seiner Freude Ausdruck, dass nach den speditiven Bauarbeiten nun eine wichtige Strassenverbindung zu den anderen Ortsteilen bereit stehe: „Sie sind alle herzlich willkommen bei uns."

Kamel-Panne

Dorfmarkt, musikalische Unterhaltung und engagierte Helfer in der Festwirtschaft verwandelten die Einweihung in ein unvergessliches Sommerfest. Nur das angekündete Kamelreiten auf der Dorfstrasse viel ins Wasser. Beim Transport verletzte sich das Kamel so, dass es nicht mehr einsatzfähig war. Als Ersatz wurde ein kleines Kamel aufgetrieben, auf dem man zwar nicht reiten, das man aber streicheln durfte.