Zumindest hat die Bundesanwaltschaft die Ermittelungen aufgenommen, weil es sich bei der Minenwerfergranate um Sprengstoff handle. Das bestätigt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, gegenüber Radio Argovia. Strafrechtlich werde bestraft, «wer durch Sprengstoff Leib und Leben gefährdet», sagt sie. 

Dadurch, dass der den Blindgänger in die Nähe von bewohntem Gebiet gebracht habe, müsse man allenfalls prüfen, ob der Mann sich strafbar gemacht habe. 

Laut Artikel 225 des Schweizerischen Strafgesetzbuches müsste der Mann bei einer Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Ein Punkt, der das Strafmass beeinflusst, ist die Frage, ob er «in verbrecherischer Absicht« oder «fahrlässig» gehandelt hat. Auch wenn er nicht mit Absicht gehandelt hat, muss er mit einem juristischen Nachspiel rechnen. Ein Strafverfahren hat die Bundesanwaltschaft aber noch nicht eröffnet. 

Der Mann hatte die Granate zwar am Freitag aus den Schweizer Bergen nach Birrhard gebracht. Als ihm bewusst wurde, dass der Blindgänger gefährlich sein könnte, meldete er ihn am Montag. Wenn die scharfe Granate explodiert wäre, hätte der Mann sein Leben verlieren können. (pz)

Minenwerfergranate bei Schulhaus geborgen

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