Theater lokal

Blaue Pillen sorgen für ein blaues Wunder

Room Service» heisst der Dreiakter, für den das Theater Mönthal probt. Am 22. Januar findet die Premiere statt.

«Das kommt nicht gut», unkt Georg Fink (Patrick Wehrli), die rechte Hand von Dr. Kessler (Alwin Frei). Man kanns dem Fink nachfühlen. Hat er doch von seinem Chef den Auftrag erhalten, im Kongresshotel ein zweites Zimmer zu ordern, auf dass sich der Boss mit seiner Mitarbeiterin Jessica (Ramona Birrfelder) zurückziehen kann. Dabei ist Dr. Kessler – «Kessler surft auf einer Erfolgswelle», meint er – mit seiner Frau Tina (Yvonne Wächter) angereist. Aber auch Frau Tina mag sich nicht mit Shoppen und Wellnessen begnügen. Ihr steht der Sinn nach Handfesterem – nach Fink. Aber schliesslich geht es an diesem Kongress ja um nichts Geringeres als um die «Globale Gleichberechtigung».

Irrungen und Wirrungen im Hotel

Während sich die sittenstrenge Hoteldirectrice (Brigitte Läuchli) redlich darum bemüht, dass ihr Haus nicht zum Sündenpfuhl verkommt, nutzt Kellner Giovanni (Boris Beck) die Situationen schamlos aus, um die hohle Hand zu machen. Erwartungsgemäss trägt weder das Auftauchen der Bundesamts-Vorsteherin Lüthenegger (Cécile Vogt) noch des Reporters Jakob (Raphael Läuchli) – des Mannes von Jessica – zur Vereinfachung der verworrenen Situation bei. Sogar das Zimmermädchen Roswitha (Alice Peter) hat es faustdick hinter den Ohren. Zu allem irrlichtert auch noch des getreuen Fink Mutter (Helen Brändle) als Emanze mit Demoplakat durch die Szenen. Und definitiv für Aufregung sorgt schliesslich der Verbleib von Dr. Kesslers «kleinen blauen Aufbaupräparaten».

«Room Service» heisst der Dreiakter, den sich das Theater Mönthal für seine diesjährige Vorstellung vorgenommen hat. «Im Oktober haben wir mit den Proben begonnen», erklärt Renate Weibel, die diesmal für das Bühnenbild zuständig ist, die aber auch schon Regie geführt hat. Auf dem Plan stehen 32 Proben. Sie stellt aber auch fest: «Das Stück ist eine grosse Herausforderung für die Darstellerinnen und Darsteller, weil es sich parallel in zwei Hotelzimmern gleichzeitig abspielt und sich die Einsätze Schlag auf Schlag folgen müssen. Wir haben noch nie etwas Derartiges gespielt. Das Stück stellt an alle hohe Anforderungen.»

«Noch einen Zacken zulegen»

«Das kommt nicht gut», unkt Fink. «Das kommt gut», meint dagegen Regisseur Jörg Birrfelder nach dem Durchlauf der drei Szenen. «Wir sind jetzt so weit, dass wir noch einen Zacken zulegen können. Das Ganze muss noch schneller werden. Ich bin aber zufrieden. Zudem stehen ja noch ein paar Proben an.»

Room Service Turnhalle Mönthal. Samstag, 22. Januar, 20.15 Uhr; Sonntag, 23. Januar, 13.30 Uhr; Freitag, 28. Januar, und Samstag, 29. Januar, jeweils 20.15 Uhr. Bar, Kaffeestube, Tombola. Reservationen: Telefon 056 284 23 94.

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