Brugg

Bis zu 230 männliche Asylsuchende werden im neuen Bundesasyl-Zentrum untergebracht

Jetzt steht es fest: Trotz Coronapandemie werden die Ländi-Hallen zu einem neuen Bundesasylzentrum. (Archivbild)

Jetzt steht es fest: Trotz Coronapandemie werden die Ländi-Hallen zu einem neuen Bundesasylzentrum. (Archivbild)

Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten und die Sorgen der Bevölkerung aufzufangen, wird eine Begleitgruppe für das Brugger Bundesasylzentrum in den militärischen Hallen eingesetzt. Und so setzt sich diese zusammen.

Wegen der ansteigenden Asylgesuchszahlen und der Coronaschutzmassnahmen nimmt das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 30. November in den militärischen Hallen der Stadt Brugg ein weiteres Bundesasylzentrum (BAZ) in Betrieb. Darin stehen vorerst bis zu 230 Unterbringungsplätze während maximal dreier Jahre zur Verfügung.

Auf Nachfrage der AZ gibt das SEM erste Informationen zur Belegung preis. SEM-Sprecher Reto Kormann sagt: «Mit dem Kanton Aargau und der Stadt Brugg ist vereinbart, dass nur Männer im BAZ Brugg untergebracht werden.» Also keine Familien, keine Frauen, keine Kinder oder unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Zur Herkunft der Asylsuchenden im BAZ Brugg kann der SEM-Sprecher hingegen noch keine Angaben machen: «Die Herkunft der Asylsuchenden können wir nicht vorhersagen. Das hängt von den jeweiligen Migrationsströmen und den eingehenden Asylgesuchen ab.»

Eine Begleitgruppe soll zu reibungslosem Betrieb verhelfen

Als Anfang Juni dieses Jahres bekannt wurde, dass in Brugg ein BAZ in Betrieb gehen könnte, war die Verunsicherung in der Bevölkerung im angrenzenden Wohnquartier gross. Eine Frau forderte, dass eine Anlaufstelle eingerichtet wird, an die sich die Anwohner wenden können, sollte es zu Problemen mit den Asylsuchenden kommen. «Ich mache mir Sorgen, dass sich vielleicht IS-Kämpfer unter den Asylsuchenden befinden», so ein Quartierbewohner.

Tatsächlich wird eine Begleitgruppe eingesetzt. Unter der Leitung des Bunds werden relevante Themen rund um den Betrieb besprochen. Stand heute setzt sich die Begleitgruppe aus zwölf Männern und einer Frau zusammen. Die vier Vertreter der Stadt Brugg sind: CVP-Stadtrat Jürg Baur; Severin Dommann, Leiter Soziale Dienste; Andreas Lüscher, Chef Regionalpolizei, sowie Reto Bussmann, Wohnbaugenossenschaft Brugg-Windisch. Weiter sind vier Kantonsvertreter, drei SEM-Vertreter sowie Adrian Gerwer vom Waffenplatz Brugg und ein Vertreter der Betreuungsfirma ORS dabei.

In den letzten Monaten wurden in den militärischen Hallen Kanalisations- und Wasseranschlüsse sowie Heizungs- und Sanitäranlagen installiert, Bodenplatten verlegt, Bedachungsarbeiten vorgenommen, Trennwände und Türen eingebaut sowie eine Arealumzäunung hochgezogen. Grundsätzlich kommt in Brugg laut dem SEM das in den anderen BAZ «bewährte Betriebskonzept» zur Anwendung. Mit der Betreuung der gegen 230 Asylsuchern hat das SEM die Firma ORS beauftragt. Die Sicherheitsaufgaben im und rund um das BAZ wird die Firma Securitas wahrnehmen.

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