Vielversprechender Start, steigender Bekanntheitsgrad sowie elf angesiedelte Hightech-Unternehmen: In einem nächsten Schritt soll der Campus realisiert werden des Park Innovaare in Villigen.

Rückblick: Im März des letzten Jahres erfolgte die Baueingabe für die neuen Bauten gleich gegenüber dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) – ein Meilenstein für den Innovationspark und dessen Entwicklung. Ende 2017 wurde der Erschliessungsplan bewilligt, bis Mitte Februar dieses Jahres lag nun das Baugesuch öffentlich auf. Verläuft alles nach Plan, erwartet die Innovaare AG, die Träger- und Betreibergesellschaft des Park Innovaare, die Baubewilligung im April. Dann sollen unverzüglich die Vorbereitungen für die Ausführungsplanung an die Hand genommen sowie der Investorenvertrag abgeschlossen werden, damit diesen Herbst die Baumaschinen auffahren und die Arbeiten beginnen können. Ende 2021 ist der Start des Mieterausbaus vorgesehen, der Bezug des Neubaus im Jahr 2022.

Mit der ersten Etappe werden rund 38'000 Quadratmeter Geschossfläche realisiert. Das Bauvolumen beträgt etwa 190'000 Kubikmeter. Geschaffen werden – bei Vollbelegung – 600 bis 700 Arbeitsplätze. Für die erste Etappe gerechnet wird mit Investitionen von 160 Mio. Franken – zusammengesetzt aus den Kosten für das Land und den Grundausbau von 116 Mio. Franken sowie den Kosten für den Mieterausbau von 44 Mio. Franken. Erstellt wird der Gebäudekomplex von der Erne AG Holzbau, Laufenburg, als Totalunternehmerin. Für Entwurf und Planung zeichnet das Zürcher Büro Hornberger Architekten verantwortlich.

Eine Einwendung ging ein

Gegen das Baugesuch ging eine Einwendung ein. Diese betrifft laut der Innovaare AG ökologische Ausgleichsflächen, den Schutz der Amphibien beim Versickerungsbereich vor den Fahrzeugen auf der Kantonsstrasse sowie Fragen zur Pflege des Grünbereichs zwischen dem Gebäude und dem Waldrand. Verbessert werde überdies die Anbindung an den öffentlichen Verkehr: Auf der Höhe des Haupteingangs geplant sind neue Haltestellen für den Bus in beiden Richtungen.

Als Herausforderung bei diesem Vorhaben bezeichnet die Innovaare AG die sach- und termingerechte Fertigstellung. Diese habe Priorität. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass für die anzusiedelnden und die bereits angesiedelten Firmen bis zur Fertigstellung geeignete Übergangslösungen bereit stehen. Der Fokus aber liege in der weiteren konsequenten Entwicklung des Parks «als Heim- und Brutstätte von bedeutenden Innovationsökosystemen in den Bereichen unserer Schwerpunkte». Zu diesen zählen: Beschleunigertechnologie/Ingenieurwissenschaften, Materialien und Prozesse inklusive Nano, ferner Medizin – soweit Grossforschungsanlagen beteiligt sind; das heisst bei der Analytik in der Medikamentenentwicklung sowie bei grossen diagnostischen und therapeutischen Apparaturen wie Protonentherapie, Radiopharmazie und Mammographie.

Zum heutigen Zeitpunkt geht die Innovaare AG davon aus, dass die weiteren Flächen in drei Etappen realisiert werden, die zusammen weitere 40'000 Quadratmeter Nutzflächen generieren und Platz für etwa 1000 Arbeitsplätze schaffen. Ausgelöst werden diese Etappen – gemäss Masterplan – allerdings erst, «wenn ein ausgewiesenes Bedürfnis auf dem Markt vorhanden ist». Die von der Hauptstrasse zurückversetzten Hauptgebäude sind gemäss Innovaare AG zurückhaltend im architektonischen Ausdruck. Ergänzt wird das Angebot durch Büro-, Konferenz- und Erholungsflächen sowie ein Restaurant.

Grundsätzlich sind 11 angesiedelte Unternehmen schon ein grosser Erfolg, stellen die Verantwortlichen fest. Der Zuspruch der Firmen sei gut. Geführt würden derzeit viele Gespräche mit weiteren Firmen, die kurz vor Gründung sind sowie mit schweizerischen und internationalen Industrieunternehmen und mit ausländischen Delegationen. Auch hier seien die Rückmeldungen positiv.

Der Newsletter informiert

Bei der Zusammenarbeit mit den Behörden, vor allem denjenigen in Villigen sowie denjenigen des Kantons, sei überdies grosse Unterstützung zu spüren, fügt die Innovaare AG an. Gleiches gelte für die Standortförderung Aargau Services, mit der regelmässig bei Ansiedelungsprojekten kooperiert werde. Obwohl auch in den sozialen Medien ein Interesse am Park Innovaare zu spüren sei, wünschen sich Verantwortlichen, dass sich noch mehr Menschen unter www.parkinnovaare.ch/newsletter für den Newsletter registrieren, mit dem regelmässig über die Entwicklung informiert wird.

Kurz: Die Verantwortlichen im Park Innovaare sehen sich auf dem richtigen Weg und freuen sich, an wichtiger Stelle daran mitarbeiten zu können, «dass das Innovationssystem und die Wirtschaftskraft im Kanton Aargau und in der Schweiz weiter gestärkt werden».