Birr
Birrer Souverän erwartet am Freitag eine reich bestückte Traktandenliste

Im Zentrum der Wintergmeind in Eigenämter Gemeinde Birr steht die Teiländerung des Bauzonenplans Vorderdorf. Ein privates Konsortium will auf zwei Parzellen eine primär auf Wohnen ausgerichtete Überbauung realisieren.

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Die Gemeinde Birr mit der Siedlung Wyde im Vordergrund.

Die Gemeinde Birr mit der Siedlung Wyde im Vordergrund.

Walter Schwager/az-Archiv

Der Souverän hat über 10 Einbürgerungen, die Kreditabrechnung Zubi mit einer Überschreitung von 11 042 Franken, die Satzungen des Gemeindeverbandes «Friedhofverband Eigenamt» (Verpflichtungskredit von 50 000 Franken) und über einen Kredit von 150 000 Franken für die Sanierung der Abwasserleitung Wyde zu befinden.

Weiter steht die Teiländerung des Bauzonenplans Vorderdorf zur Diskussion. Ein privates Konsortium will auf den beiden Parzellen Nr. 145 und 146 eine primär auf Wohnen ausgerichtete Überbauung realisieren. Der Gestaltungsplan soll die Qualitäten der künftigen Überbauung mit den nötigen Handlungsspielräumen in zeitgemässer Form sichern.

Für die spätere Erschliessung der Parzelle Nr. 143 soll schon jetzt eine rückwärtige Zu- und Wegfahrt in eine Tiefgarage gesichert werden, sodass das Prinzip der Anliegerfreiheit der noch als Kantonsstrasse geltenden Pestalozzistrasse K395 gewährleistet werden kann.

Ferner beantragt der Gemeinderat das Budget 2014 mit einem unveränderten Steuerfuss von 110 Prozent zu genehmigen.

Dieses schliesst nach einer Entnahme aus der Aufwertungsreserve in Höhe von 400 000 Franken mit einer Einlage in das Eigenkapital in Höhe von 400 100 Franken ab. Die Abschreibungen belaufen sich auf 1,213 Mio. Franken, sodass sich aus der Erfolgsrechnung eine Selbstfinanzierung von 1,214 Mio. Franken ergibt.

Bei einem Überschuss der Investitionsrechnung in Höhe von rund 280 000 Franken werden sich die langfristigen Schulden pro 2014 um rund 1,5 Mio. Franken auf ca. 15,5 Mio. Franken per Ende 2014 vermindern.

Beiträge zur Stabilisierung

Wie sieht der Gemeinderat die finanzielle Zukunft von Birr? «Mit der neuen Spitalfinanzierung entfallen ab 1. Januar 2014 die Gemeindebeiträge», schreibt er und doppelt nach: «Diese müssen vollumfänglich durch den Kanton getragen werden.»

Kompensiert würde diese Lastenverschiebung mit höheren Gemeindebeiträgen am Personalaufwand der Volksschule. «Aufgrund des Rechnungsabschlusses 2012 steht uns 2014 ein Beitrag in Höhe von rund 2,3 Mio. Franken aus dem kantonalen Finanz- und Lastenausgleich zu.»

Der Gemeinderat rechnet für die kommenden Jahre mit Beiträgen zwischen rund 1,5 bis 2 Mio. Franken, die laut ihm «zur weiteren Stabilisierung des Finanzhaushaltes beitragen werden». (EF)

Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 29. November statt: Mehrzweckhalle Nidermatt. Ortsbürger: 19.45 Uhr; Einwohner: 20.15 Uhr.