Windisch
Biergenuss kommt neu aus Windisch: Wie aus einem Hobby das «Fäze Bräu» wurde

Nach einem Jahr planen und tüfteln ist es am Sonntag soweit: Zwei junge Braubegeistertete aus Windisch bieten erstmals ihr Bier «Fäze Bräu» an. Neben einem Märzen- ist auch ein Himbeerbier erhältlich.

Andrina Wiggli
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Caesar Voelkin (l.) und Fabio Bernasconi zeigen stolz ihre Eigenkreationen.

Caesar Voelkin (l.) und Fabio Bernasconi zeigen stolz ihre Eigenkreationen.

zvg

An der Ausstellung «Kunst und Handwerk» in der Bossartschüür in Windisch verkaufen Fabio Bernasconi und Caesar Voelkin erstmals ihr selbst gebrautes «Fäze Bräu». Die Idee einer eigenen Bierbrauerei entstand 2015 durch die Vertiefungsarbeit von Bernasconi. Bernasconi, der momentan die Berufsmaturität nachholt, und Voelkin, zur Zeit im Zivildienst, taten sich zusammen und kreierten ihre eigene Biermarke.

Der Name «Fäze Bräu» leitet sich aus ihren Spitznamen «Fäbu» und «Cäsi» ab. Im Keller des Ateliers Textile-S in Windisch haben Bernasconi und Voelkin einen Produktionsstandort für ihre Brauerei gefunden. Nach einem Umbau des Kellers wird dort mit viel Leidenschaft gebraut, in Flaschen abgefüllt und etikettiert. Und das alles von Hand, denn «Fäze Bräu» setzt noch voll auf Handarbeit.

Die beiden 22-Jährigen haben aus verschiedenen Grundrezepten, die sie im Internet und diversen Büchern fanden, ein eigenes Rezept entwickelt. Die anfänglichen Missgeschicke sind vergessen, denn durch das viele Tüfteln ist in einem Jahr eine unverwechselbare Rezeptur entstanden.

Neben dem Geschmack war noch die Problematik der Lebensmittelvorschriften. Doch auch diese Schwierigkeit hielt Bernasconi und Voelkin nicht vom eigenen Bier ab. Die beiden Hobbybrauer sind mit dem Endergebnis zufrieden. «Wir sind auf einer guten Stufe.»

Was einst hobbymässig begann, ist nun professioneller geworden. «Fäze Bräu» bietet zum heutigen Zeitpunkt zwei verschiedene Hauptsorten an: ein Märzen- und ein Himbeerbier. Geplant sind allerdings noch saisonale Ergänzungen zum Sortiment. Ideen dazu sind bereits vorhanden. «Ein Bier mit Honig oder Gewürzen ist auf den Winter eine Idee», erzählt Bernasconi.

500 Flaschen sind bereit

Bierbrauen braucht viel Geduld. Nachdem das Bier einen Tag lang gebraut wird, muss es noch zwei Wochen im Gärtank und anschliessend vier Wochen in Flaschen gären und reifen, bevor das «Fäze Bräu» auf den Markt kommt.

Für den Erstverkauf vom Wochenende haben die beiden Hobbybrauer total 500 Flaschen, je 250 Flaschen der Hauptsorten, vorproduziert. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass maximal 20 Liter pro Braugang verarbeitet werden können. Ebenfalls eingeplant auf Sonntag ist die Aufschaltung der eigenen Website fäze.ch.

Im Atelier Textile-S in Windisch wird das Märzen- und Himbeerbier von «Fäze Bräu» bald erhältlich sein. Eine Kooperation mit Restaurants oder Bars in der Umgebung ist für Bernasconi und Voelkin durchaus auch denkbar.

Nun hoffen Bernasconi und Voelkin auf Wetterglück für den Sonntag. «Bei schönem Wetter trinkt man eher mal ein Bierchen», so Bernasconi. An der Ausstellung «Kunst und Handwerk» ist das Märzenbier für Fr. 4.50 und das Himbeerbier für Fr. 5.00 erhältlich.

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