Am 8. September feiert der Spielfilm «BurnOut» im Brugger Kulturhaus Odeon Premiere. Endlich. Denn die Erstausstrahlung wäre ursprünglich für den Frühling geplant gewesen. Der abendfüllende Kinofilm handelt vom Englischlehrer Ian und der Schülerin Valeria. Beide kämpfen mit alltäglichen Problemen. Im Laufe eines Schuljahrs geraten sie immer näher an eine Burnout-Erkrankung. Mobbing und Überforderung werden im Film thematisiert.

Die Besetzung besteht aus Profis aus der Schweizer Filmszene sowie Schülerinnen und Schülern der Bezirksschule Windisch, die vor und hinter der Kamera zusammenarbeiten. Gesprochen wird im Film Deutsch und Englisch (mit Untertiteln). Die Schülerinnen und Schüler waren auch zuständig für die Maske, die Kostüme oder das Licht.

Valeria kann nicht mehr: Einer der Trailer zum Film, aus der Sicht der Schülerin.

Eine Abschlussklasse der Bezirksschule Windisch hat einen abendfüllenden Spielfilm zum Thema Burnout gedreht. Der Film heisst "BurnOut". Zuständige Regisseurin und Lehrerin ist Michèle Bachmann.

Das Filmplakat zum Spielfilm «BurnOut»

Noch ist Regisseurin und Lehrerin Michèle Bachmann am Feinschliff. Die letzten Arbeiten wie das Abmischen der Tonspuren oder das Erstellen von Untertiteln müssen noch erledigt werden. Jetzt, in der Endphase des Projekts, das vor über anderthalb Jahren so richtig lanciert wurde, sind die Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Abschlussklasse nicht mehr beteiligt. «In der Postproduktion konnten sie sowieso nicht mehr viel machen», erklärt Michèle Bachmann, die unter dem Künstlernamen Michèle Dee auftritt.

Viele Beteiligte arbeiteten gratis am Projekt

Einerseits sei die Kerngruppe aus 25 Schülerinnen und Schülern mittlerweile gar nicht mehr an der Bez Windisch, andererseits brauche es beispielsweise für den Schnitt oder das Colour Grading mehr Fachwissen, als sie sich in nützlicher Frist hätten aneignen können. «Allerdings konnte ein neuer Jahrgang wieder gewisse Dinge beitragen: So wurden zum Beispiel die Untertitel von zwei neuen Klassen erstellt», ergänzt Michèle Bachmann.

Ein filmreifer Kuss und gepuderte Jungs

Ein filmreifer Kuss und gepuderte Jungs – Eindrücke von den Dreharbeiten im Juni 2018.

Nebst viel Engagement und Hingabe braucht es für ein solches Projekt auch finanzielle Mittel. Ursprünglich war die Rede von 100 000 Franken, die mit einem Crowdfunding gedeckt werden sollten.

Letztlich kamen durch die Spendensammlung sowie durch die Beiträge von Gönnern knapp 35 000 Franken zusammen. «Dieser Betrag hat nur ausgereicht, weil viele Personen gratis oder mit grossem Rabatt gearbeitet haben», macht Bachmann klar. Der zeitliche Aufwand war enorm. Sie spricht von ungefähr einem Jahr Vollzeit-Arbeit ihrerseits, verteilt auf vier Jahre.

Film läuft an Aktionstagen für Psychische Gesundheit

Ursprünglich war die Filmpremiere für den Frühling 2019 geplant. Diese hat sich nun auf den 8. September verschoben. Nicht nur im «Odeon» wird der Film gezeigt, sondern auch im Rahmen der Aktionstage Psychische Gesundheit im September und Oktober.

Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte aus der Sicht des Lehrers – in Englisch.

Lange war «Burnout» der Arbeitstitel des Films. Inzwischen ist klar, dass er definitiv «BurnOut» heissen soll. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. «Das grosse O soll implizieren, dass man aus einem Burnout auch wieder herauskommen kann», so Bachmann.

Mehr Bilder von den Dreharbeiten im Juni 2018 in Windisch: